Desolater Auftritt im letzten Heimspiel des Jahres

Sport / 24.11.2019 • 19:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Darijo Grujcic und Co. zeigten die wohl schlechteste Leistung der Saison.gepa
Darijo Grujcic und Co. zeigten die wohl schlechteste Leistung der Saison.gepa

Austria Lustenau
unterliegt zuhause SV Lafnitz mit 0:1.

Markus Krautberger

Lustenau Viel hatte man sich Lager der Austria Lustenau vor der Partie gegen SV Lafnitz vorgenommen. Dazu war der Wetter-Gott gnädig und lieferte bei 16 Grad Celsius perfekte Bedingungen für einen wunderbaren Fußballnachmittag. Doch die Heimischen wollten wohl nicht mitspielen. Denn was die Elf von Trainer Roman Mählich vor allem in der ersten Halbzeit ablieferte, war, milde ausgedrückt, Fußball zum Abgewöhnen – null Bewegung und haarsträubende Abspielfehler en masse.

So kam es, wie es kommen musste: Die Gäste aus der Steiermark gingen früh in Führung. Nach einer Ecke für die Steirer konnte die Austria die Situation nicht klären, Bernd Kager (6.) kam zum Ball und ließ mit seinem Schuss aus kurzer Distanz Austria-Goalie Dominik Schierl keine Chance. Wer an einen Weckruf für die Elf von Roman Mählich dachte, irrte gewaltig. Genau einmal wurde man gefährlich, als Ronivaldo (30.) einen Pass von Christoph Freitag volley knapp am Gehäuse vorbeisetzte. Der zweite Durchgang verlief nach dem gleichen Muster wie der erste. Wenig bis gar keine zusammenhängenden Ballstaffetten, kaum Bewegung und auf eine Halbchance mussten die 1400 Zuschauer im Planet Pure Stadion bis zur 73. Minute warten. Dario Grujcic setzte einen Kopfball über das Tor. Zu allem Überfluss kassierte Mittelfeldmann Christoph Freitag noch die gelb-rote Karte (81.), als er sich nach einem Foul von Gäste-Spielmacher Lukas Fadinger zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Lafnitz verwaltete die Führung ohne großen Aufwand, hätte durch den eingewechselten Daniel Rosenbichler (90.) sogar noch auf 2:0 erhöhen müssen. Doch der traf nur die Stange. Am Ende schlichen die Austria-Kicker rund um Kapitän Ronivaldo gesenkten Hauptes vom Spielfeld. Davor mussten sie aber noch den treuen Fans der Nordtribüne Rede und Antwort stehen – absolut zu recht.

Viel offene Fragen

Die Leistung der Mannschaft hat mit Sicherheit viele Fragen für den Vorstand aufgeworfen. Vor allem der desolate Auftritt des deutschen Legionärs Matthias Morys wird zu denken geben müssen. Von einem Spieler seiner Klasse muss mehr kommen. Wurde der 32-Jährige doch im Sommer verpflichtet, um als Vorbild in Sachen Einsatz und Willen voranzugehen. Die Gedankenspiele werden wohl auch nicht an Sportdirektor Christian Werner vorbeikommen. Denn nach Ende der ersten Saisonhälfte steht die Austria mit 20 Punkten auf Platz neun, nur fünf Zähler vom Abstiegsplatz entfernt. Werners Plan, die Austria zum Titelkandidaten zu machen, ist bereits jetzt gescheitert.