Darum sagt Maccani Nein zu Griechenland

Sport / 11.12.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Goalgetter Stefan Maccani (l.) bleibt dem FC Hörbranz auch im Frühjahr erhalten. Er lehnte ein Angebot aus Griechenland ab.Stiplovsek
Goalgetter Stefan Maccani (l.) bleibt dem FC Hörbranz auch im Frühjahr erhalten. Er lehnte ein Angebot aus Griechenland ab.Stiplovsek

Hörbranzer Goalgetter Stefan Maccani lehnt Angebot aus Griechenland ab.

Markus Krautberger

Hörbranz Mit 30 Jahren nochmal eine Karriere im Ausland? In der heutigen Zeit im Fußball viel mehr die Ausnahme als die Regel. Der Hörbranzer Stürmer Stefan Maccani hätte als die große Ausnahme durchgehen können. Kurz nach Ende der Herbstsaison packte der 30-jährige gebürtige Bregenzer seinen Koffer samt Fußballschuhen und begab sich auf Probetrainings nach Griechenland. Dabei bekam Maccani tatkräftige Unterstützung von seinem Kumpel Christopher Knett, aktuell Torhüter bei Griechenlands Erstligisten Panetolikos. Knett fädelte vor Ort den Kontakt mit seinem Spielerberater ein, und dieser wurde für Maccani sofort aktiv.

Unterstützung vom Fischerkollegen

„Christopher kenne ich von seiner Zeit bei Austria Lustenau. Wir sind oft gemeinsam Fischen gegangen und Freunde geworden. Eigentlich wollte ich ihn nur besuchen, dann sind eben ein paar Probetrainings dazugekommen“, erzählt Maccani. Jeweils Trainingseinheiten bei Panetolikos und beim Zweitligisten AE Karaiskakis Artas standen sodann für den Goalgetter auf dem Programm. Sowohl beim Klub von Knett als auch bei Karaiskakis wusste Maccani zu überzeugen, ein konkretes Angebot bekam er vom aktuell Drittplatzierten der griechischen zweiten Liga. Am 4. Jänner 2020 sollte der Angreifer, der für den Landesliga-Spitzenreiter Hörbranz in 13 Spielen 24 Tore erzielte, in der Stadt Arta an der Westküste Griechenlands sein und einen Vertrag unterschreiben.

„Zuerst möchte ich im Frühjahr dem FC Hörbranz mit meinen Toren zum Aufstieg verhelfen. Wenn sich danach wieder etwas auftut, bin ich dabei. Jetzt war es mir zu kurzfristig.“

Stefan Maccani, Torjäger FC Hörbranz

Etwas zu schnell für den 30-Jährigen. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wirklich ein Angebot eintrudelt. Klar habe ich darüber nachgedacht, aber es ist mir dann doch etwas zu kurzfristig. Mein Plan ist, zuerst meine Aufgabe beim FC Hörbranz zu erledigen. Sprich, am liebsten nochmals 24 Tore im Frühjahr zu erzielen und so Hörbranz zum Aufstieg zu verhelfen“, erklärt der Vollblurtstürmer. Dass ihn ein Engagement im Ausland natürlich sehr reizt, gibt Maccani offen zu: „In meinem Alter nochmals ins Ausland zu gehen, ist nicht alltäglich. Aber warum nicht? Es war ja immer schon ein Traum von mir, vielleicht geht im nächsten Sommer noch etwas. Bis dahin zählt für mich aber nur Hörbranz.“