Neuer Verein, ähnliche Situation

Sport / 27.12.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schnell hat Sabrina Horvat nach ihrem Wechsel von Bremen nach Köln ihren Platz im Team gefunden. Im Frühjahr geht es darum, die gesteckten Ziele zu erreichen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Schnell hat Sabrina Horvat nach ihrem Wechsel von Bremen nach Köln ihren Platz im Team gefunden. Im Frühjahr geht es darum, die gesteckten Ziele zu erreichen. Hartinger

Köln-Legionärin Sabrina Horvat blickt zuversichtlich auf den kommenden Abstiegskampf.

Köln Mit der knappen 0:1-Niederlage gegen Hoffenheim endete für Vorarlbergs Fußballerin des Jahres 2018, Sabrina Horvat, die erste Herbstsaison beim 1. FC Köln. Obwohl die Geißböcke zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz stehen, ist die 22-jährige Höchsterin zuversichtlich, den Klassenerhalt im Frühjahr zu schaffen. „Wenn ich auf die gesamte Herbstsaison zurückblicke können wir viel Positives mitnehmen. Im Vergleich zu meiner vorigen Station in Bremen haben wir weniger klare Niederlagen kassiert und gegen Ende der Herbstsaison war auch viel Pech dabei, dass wir nicht mehr Punkte auf unserem Konto haben.“

„Da ich gerne Verantwortung übernehme, fühle ich mich in der Führungsrolle wohl.“

Sabrina Horvat, Legionärin beim 1. FC Köln

Tor hat eine besondere Bedeutung

Sieben Zähler sind es zum Ende des Herbstdurchgangs, die der Aufsteiger in den ersten elf Spielen einfahren konnte. „Wir haben die wichtigen Spiele gegen unsere direkten Konkurrenten Leverkusen und Duisburg gewonnen und konnten zudem gegen Mitaufsteiger Jena punkten“, blickt die Defensivspezialistin zurück. Die Nationalspielerin verpasste lediglich das Heimspiel gegen Wolfsburg, bei dem sie gelb-rot-gesperrt zuschauen musste. Insgesamt 984 Einsatzminuten sichern ihr im teaminternen Ranking den vierten Platz. „Mir war bewusst, dass ich eine Führungsrolle übernehmen werde. Da ich gerne Verantwortung übernehme, habe ich mich sehr wohlgefühlt mit dieser Aufgabe.“ Ihr persönliches Highlight war zweifelsohne ihr erster Treffer in der deutschen Bundesliga. Bei der 2:5-Niederlage gegen den FC Bayern traf sie per Weitschuß ins Kreuzeck zum zwischenzeitlichen 2:2. „Da es mein erster Treffer in Deutschland war, hat dieser Moment eine ganz besondere Bedeutung für mich.“

Krafttanken in der Heimat

Die guten fußballerischen Leistungen haben den Kölner Frauen auch Lob von den anderen Klubs eingebracht. Deshalb ist der Plan für das Frühjahr klar: „Wir wollen irgendwie dieses verflixte erste Jahr rüberbringen und auch in der kommenden Saison erstklassig spielen.“ Ein richtungsweisendes Spiel wartet dann gleich Anfang Februar, wenn Köln im Nachtragsspiel auf die punktgleich klassierten Frauen aus Duisburg trifft. In der Hinrunde feierte Köln mit dem 2:1-Sieg den perfekten Auftakt. Beim Rückspiel wird es dann auch zur Premiere des neuen Trainerduos Sascha Glass und Mirella Junker kommen, die Willi Breuer ablösen.
Und neben dem fußballerischen Aspekt hat sich Sabrina Horvat in der Stadt Köln gut eingelebt. „Auch wenn es immer noch viele Aufgaben gibt, die es zu erledigen gilt, gefällt mir die Stadt sehr gut und ich fühle mich wohl.“ Außerhalb der Trainings arbeitet sie zudem im Fanshop der Geißböcke. Trotz der Wohlfühlatmosphäre freut sie sich auf freie Tage in der gewohnten Umgebung am Bodensee. HEP