Großartig, euphorisch, emotional

Sport / 14.01.2020 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit 15 Paraden trug Goalie Thomas Eichberger maßgeblich zum 32:28-Kantersieg gegen Nordmazedonien und zum makellosen Einzug in die Hauptrunde bei. APA

Nervenstarke Österreicher besiegen Nordmazedonien 32:28 und sind Gruppensieger.

Wien Österreichs Handballer haben bei der EURO 2020 in souveräner Manier ihre erste Reifeprüfung abgeliefert. Im direkten Duell um den Gruppensieg wurde Nordmazedonien mit 32:28 (18:12) bezwungen. Damit zieht man mit zwei Bonuspunkten in die Hauptrunde ein, wo am Donnerstag Kroatien wartet. Weitere Gegner im Konzert der Top-12-Teams sind am Samstag Titelverteidiger Spanien sowie Deutschland (Montag) und Weißrussland (Mittwoch).

Drei Siege mit Herz

„Respekt für meine Jungs! Das war eine überragende Leistung. Drei Spiele, drei Siege und alle mit Herz gewonnen. Jetzt genießen wir es richtig, wir sind weiter. Wir dürfen ein bisschen träumen. Mit unseren fantastischen Fans im Rücken ist alles möglich“, betonte ÖHB-Teamchef Ales Pajovic. Anstelle einer Zitterpartie – Österreich hätte nach den Siegen gegen Tschechien und die Ukraine für den Aufstieg auch eine Niederlage mit drei Toren verkraftet – erteilten Robert Weber und Co. der Balkan-Equipe eine Lehrstunde. In der Abwehr agierten Lukas Herburger und Nebenleute kompromisslos und im Angriff wurde wohldosiert und geduldig auf die finale Chance gewartet. Im Finish der ersten Hälfe setzte sich Österreich von 13:10 auf 18:10 (28.) ab.


Nach Wiederbeginn setzte Österreichs seinen Erfolgslauf fort. Goalie Thomas Eichberger zog mit seinen Reflexen und Paraden und einer Quote von 43 Prozent gehaltenen Bällen Superstar Kiril Lazarov und Co. den Nerv.
Spätestens nach dem Fliegertor von Kapitän Nikola Bilyk auf Zuspiel von Raul Santos zum 32:22 (53.) war klar, dass die rot-weiß-rote Handballparty in der Hauptrunde weitergeht. Da spielte es keine Rolle, dass Nordmazdonien nach einigen Umstellungen bei Österreich mit sechs Treffern in Folge noch eine Resultatkosmetik zum 32:28-Endstand gelang. Bilyk, Weber, Bozovic und Co. hatten auf der Wechselbank längst den Feiermodus eingestellt und nahmen den verdienten Beifall der Fans entgegen. VN-JD