Pinkelnig kam mit dem Schrecken davon

Sport / 02.02.2020 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie schon 2016 kam Eva Pinkelnig in Oberstdorf zu Sturz. doch diesmal blieb sie glücklicherweise unverletzt. GEPA

Dornbirnerin stürzt in Oberstdorf – Hölzl holt Doppelsieg.

Markus Krautberger

Oberstdorf War Eva Pinkelnig in den zwei Wochen in Japan noch das Maß aller Dinge im Damen-Skispringen, so hat ihr Zimmernachbarin Chiara Hölzl in Europa (Rasnov/Oberstdorf) den Rang abgelaufen. Denn die 22-jährige Salzburgerin konnte am Wochenende beide Springen in Oberstdorf gewinnen. Am Samstag stellte sie mit 141,5 Metern sogar einen neuen Schanzenrekord für die Damen auf. „Es fühlt sich unglaublich an, es war ein harter Kampf und ich bin sehr glücklich, dass ich wieder gewinnen konnte“, sagte Hölzl.

Erneut Sturz in Oberstdorf

Mit ihrem insgesamt vierten Saisonsieg übernahm die Salzburgerin auch die Führung im Gesamt-Weltcup von der Norwegerin Maren Lundby, die wie am Samstag Zweite wurde. Pinkelnig, beim ersten Springen noch starke Vierte, musste auf ihrer Schicksalschanze in Oberstdorf – im November 2016 stürzte sie heftig, zog sich dabei eine schwere Gehirnerschütterung zu und musste lange pausieren – beim zweiten Springen erneut einen Sturz hinnehmen. Nach einem tollen 131-Meter-Sprung kam sie so heftig zu Fall, dass sogar der Ski gebrochen war. Dabei hatte die 31-Jährige Glück im Unglück und blieb vor den Augen eines extra aus dem Ländle angereisten Fanclubs unverletzt. Am Ende reichte es nur für Platz 13, was auch einen Rückschlag im Duell um die Spitze im Gesamtweltcup bedeutet. Zwar liegt Pinkelnig immer noch auf Rang drei, doch der Rückstand beträgt nun schon mehr als 100 Punkte auf die Führende Hölzl und Verfolgerin Lundby.

Eva Pinkelnig konnte in Oberstdorf auf große Unterstützung ihrer Fans setzen. Zwar reichte es nicht zum Sieg, dafür überstand die Dornbirnerin einen Sturz unverletzt. <span class="copyright">PRIVAT</span>
Eva Pinkelnig konnte in Oberstdorf auf große Unterstützung ihrer Fans setzen. Zwar reichte es nicht zum Sieg, dafür überstand die Dornbirnerin einen Sturz unverletzt. PRIVAT

Tolle Form der ÖSV-Athletinnen

Trotz Sturz von Pinkelnig, getrübt werden kann die aktuelle Form der Springerin im Lager der Österreicher aktuell nicht. Denn acht der bisherigen elf Einzelbewerbe wurden von Österreicherinnen gewonnen, 20 Mal waren ÖSV-Athletinnen unter den Top Drei zu finden.