Adi Hütter mit Frankfurt im deutschen Pokalviertelfinale

Sport / 04.02.2020 • 22:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg. <span class="copyright">ap</span>
Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg. ap

Frankfurt feiert im Cup in einem intensiven Fight einen 3:1-Heimsieg über Leipzig.

Frankfurt „Wir haben ein besseres Spiel gemacht als vor zehn Tagen, besonders in der ersten Halbzeit. Das 1:0 hat uns natürlich gutgetan. Unser Plan war, dass wir defensiv sehr gut stehen und schnell umschalten. Ich habe eine tolle Leistung unserer Mannschaft gesehen. Ich bin stolz, dass wir unter den letzten Acht stehen und den Vorjahresfinalisten eliminiert haben.“ Eintrachts Trainer Adi Hütter wirkte zufrieden und glücklich nach einem intensiven Fight, in dem er mit Frankfurt erneut siegreich gegen RB Leipzig geblieben war. 1,4 Millionen Euro bringt der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Frankfurt Timo Werner schaute fassungslos auf den Rasen, Julian Nagelsmann nahm angefressen einen Schluck aus seiner Wasserflasche: RB Leipzig hat die erste Titelchance der Saison verspielt und geht schwer angeschlagen in das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern. Der Vorjahresfinalist verlor im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:3 bei Eintracht Frankfurt. Für die weitgehend harmlosen Leipziger war es vor dem Gipfeltreffen in München am Sonntag schon das dritte sieglose Spiel in Folge.
„Das ist natürlich enttäuschend“, sagte Leipzigs Neuzugang Dani Olmo, dessen Tor in der 69. Minute zu spät kam. „Wir müssen weitermachen, wir haben noch viele Spiele und Wettbewerbe. Was der Trainer uns gesagt hat, bleibt unter uns. Für das Spiel gegen Bayern ist es hart.“ Trainer Nagelsmann sagte kurz angebunden bei Sport1: „Gegen die Bayern ist es wieder was anderes. Die werden nicht so tief verteidigen, nehme ich an.“ André Silva und Filip Kostic (2) schossen die Tore für effektive Hessen, deren Fans nach dem Pokalsieg 2018 schon vom nächsten Coup träumen. „Das war nicht leicht, ein hochintensives Spiel von beiden Seiten“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. „Das war ein Fight.“

„Wir haben ein besseres Spiel gemacht als vor zehn Tagen, besonders in der ersten Halbzeit.“

Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt

Motivierte Gäste

Beide Teams waren erst vor zehn Tagen in der Liga aufeinandergetroffen, da gewann die Eintracht mit 2:0. Entsprechend motiviert begannen die am Wochenende als Tabellenführer abgelösten Gäste. Einen erst nach Einsatz des Videobeweises gegebenen Elfmeter verwandelte Silva zu Eintrachts Führung. Der Portugiese spielte für den nach einem Magen-Darm-Infekt geschwächten Bas Dost von Beginn an. Auf Neuzugang Stefan Ilsanker musste Adi Hütter dagegen verzichten, eine Vertragsklausel verhinderte den Einsatz des am Freitag von Leipzig nach Frankfurt gewechselten Österreichers. Die Elf von Nagelsmann spielte zu statisch, leistete sich mehrere Fehlpässe und blieb hinten anfällig. Seinen Verzicht auf Toptorjäger Werner in der Startelf hatte Nagelsmann vor der Partie mit der Taktik von Eintracht begründet. „Frankfurt hat sich extrem auf Werner eingestellt“, sagte der Trainer bei Sport1. Der deutsche Nationalspieler kam erst in der 61. Minute aufs Feld. Die Eintracht blieb effektiv und gewann verdient.

DFB-Pokal

Achtelfinale

Eintracht Frankfurt – RB Leipzig 3:1 (1:0)

47.400 Zuschauer, Torfolge: 17. 1:0 Andre Silva (Handelfmeter nach Videobeweis), 51. 2:0 Kostic, 69. 2:1 Dani Olmo, 90./+ 5 3:1 Kostic

Trainer bei Frankfurt ist Adi Hütter. Martin Hinteregger spielte durch, Neuerwerbung Stefan Ilsanker stand noch nicht im Kader. Bei Leipzig spielte Marcel Sabitzer durch, Konrad Laimer wurde in der 61. Minute ausgewechselt und Hannes Wolf saß auf der Ersatzbank.