Warum eine Kurve Edelmetall kostete

Sport / 14.02.2020 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jonas Müller schrammte bei der Rodel-WM in Sotschi knapp am Podest vorbei. REUTERS

Der Bludenzer Jonas Müller muss sich im Sprint mit Platz fünf begnügen.

Markus Krautberger

Sotschi WM-Titelverteidiger Jonas Müller kam im Sprintbewerb bei der 49. FIL-Weltmeisterschaft im Rodeln in Sotschi (RUS) nicht über den fünften Platz hinaus. Der Bludenzer haderte nach dem Bewerb vor allem mit einer Kurve: „Der Fehler Ausfahrt Kurve 15 hat das Podest gekostet, einerseits schade, andererseits bin ich nicht unzufrieden“, gibt Müller einen Einblick in seine Gefühlswelt und gleichzeitig einen Ausblick für die weiteren Bewerbe: „Wir haben uns die Bahn sehr gut erarbeitet, das Material läuft richtig gut, wir sind für die kommenden Tage sicher sehr gut aufgestellt. Gratulation an David, jeder von uns freut sich für ihn, die Medaille ist super.“

„Der Fehler Ausfahrt Kurve 15 hat das Podest gekostet, einerseits schade, andererseits bin ich nicht unzufrieden.“

Jonas Müller, ÖSV-Rodler

Silber für Gleirscher

Mit David ist David Gleirscher gemeint, der sich mit Silber die erste WM-Medaille seiner Karriere sichern konnte. Der 25-jährige Stubaier musste sich im Olympia-erprobten Sliding Center Sanki lediglich dem Lokalmatador und Weltcup-Leader Roman Repilov um minimale sechs tausendstel Sekunden geschlagen geben. Den Doppelsitzern Yannick Müller und Armin Frauscher, die sich seit dieser Saison den Schlitten teilen, gelang ein blitzsauberes WM-Debüt. Das Duo, das bereits in der Qualifikation mit der fünftschnellsten Zeit zu überraschen wusste, ließ im WM-Lauf einige arrivierte Duos alt aussehen und feierte mit Rang acht einen Auftakt nach Maß. Letzteres gilt auch für die Russen Denisev/Antonov, die Rieder/Kainzwaldner (ITA) und Wendl/Arlt (GER) auf die Plätze verwiesen und für den nächsten Sieg der Gastgeber sorgten. „Das war unser bisher bestes Ergebnis, wir sind absolut zufrieden, die Leistung gibt uns auf alle Fälle Selbstvertrauen. Wir wollen uns step by step weiterentwickeln, noch sicherer und schneller werden. Morgen hoffen wir auf ein Top-Ten-Ergebnis,“ erklärte ein sichtlich zufriedener Yannick Müller.
Heute stehen die Entscheidungen im Doppelsitzer und Einsitzer der Damen auf dem Programm. Am Sonntag geht die Medaillenjagd in der Teamstaffel weiter.