Hungrige Motorsportler in Röthis

Sport / 29.07.2020 • 11:30 Uhr
Hungrige Motorsportler in Röthis
Pascal Mathis war beim Drytech Race Cup in Röthis auf Rang sechs der schnellste Vorarlberger. Noger

Schweizer Dominanz auf der zweiten Station des Drytech Cups in Röthis.

RÖthis Buntes Starterfeld bei der zweiten Station des Internationalen Vorarlberger Drytech Automobil Cups im Driving Camp in Röthis. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Schweizer Rennsportler gegenüber den Kollegen aus dem Südtirol, aus dem süddeutschen Raum und auch aus Österreich leicht in der Überzahl. Die hohe Teilnehmerzahl, die im Vorfeld aufgrund der Covid19-Vorschriften gekürzt werden musste, ist dem Umstand geschuldet, dass z. B. in der Schweiz keine Veranstaltungen abgehalten werden können. Die Zuschauer erlebten an einem heißen Sommertag heiße Duelle auf der Slalompiste.
Der Tagessieg ging in Anbetracht der Schweizer Übermacht im Starterfeld auch ans Nachbarland. Der 26-jährige Dominik Källin aus Walenstadt schaffte es mit seinem Formel-Boliden „Arco Baleno“ mit einem minimalen Vorsprung von gerade mal fünf Hundertstel, den Südtiroler Gerold Rainer, ebenfalls mit einem Formel-Auto, auf Distanz zu halten und den Tagessieg mit nach Hause zu nehmen.

Hungrige Motorsportler in Röthis
Janine Pöltl fuhr mit Rang drei einen Stockerlplatz heraus.

Mathis doppelt in der Wertung

Aus Vorarlberger Sicht war der Feldkircher Pascal Mathis der bestplatzierte Ländle-Teilnehmer. Der Gelegenheitsstarter brachte seinen Opel Kadett gleich in zwei Klassen an den Start und belegte dadurch in der Gesamtwertung gleich Platz sechs und sieben. Dahinter platzierte sich mit Christian Müller ein weiterer Feldkircher. Er brachte ein neues Gefährt, das den Anblick eines zu groß geratenen Gokart erweckte, aber unter der Kunststoffhaube einen Suzuki-GSX-R- 1000-Motor mit einer Leistung von 185 Pferdestärken verbarg. Mit der Markenbezeichnung „Pacemaker Revolution“ waren es aber am Tagesende 5,15 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Markus Burtscher (BMW M3) aus Vandans konnte sich auf Platz 14 ebenfalls unter den ersten 15 klassieren.
Der Dornbirner Michael Zeilinger war nach seiner vor langer Zeit beendeten Kart-Karriere mit einem seltenen Fahrzeug in der Klasse 2000ccm in der Gruppe „N-FIA“, einem Ford Escort II mit einem BDA-Motor, unterwegs. Der 33-Jährige bestritt mit dem Auto erst seinen zweiten Start und fuhr in seiner Klasse auf Rang fünf.
Einen Achtungserfolg gab es bei der unter einer Covid-Ansprechpartnerin stehenden Motorsportveranstaltung für die junge Bregenzerwälderin Janine Pöltl. Sie schaffte es in der Damenwertung mit ihrem Subaru Impreza GT als Dritte aufs Stockerl. MN

Hungrige Motorsportler in Röthis
Der Pacemaker von Christian Müller gehörte zu den spektakulärsten Fahrzeugen bei den Rennen im Driving Camp.