Favoriten Doppler/Horst scheitern überraschend im Viertelfinale der Wolfurttrophy

Leitner/Pristauz sorgen für Sensation und stehen im Semifinale.
Wolfurt So langsam wurde es ernst, bei der Wolfurttrophy, die Spreu teilte sich vom Weizen. Im Viertelfinale warteten einige hochklassige Begegnungen auf die Beachvolleyballfans in der Wolfurter Beacharena. Es war heiß – rund 70 Grad hatte der Sand am Centercourt. Und es galt: Siegen oder fliegen.
Favoritinnen im Halbfinale
Insbesondere bei den Frauen waren die Paarungen durchaus brisant: Die ersten vier der Setzliste trafen aufeinander. Die Topgesetzten Klinger/Plesiutschnig ließen im ersten Satz nichts anbrennen und servierten ihre Kontrahentinnen Eva Freiberger/Viktoria Fink locker mit 21:14 ab. Im zweiten Satz zeigten sich die Gegnerinnen – insbesondere Eva Freiberger – dann wesentlich stärker, gewannen 22:20. Im entscheidenden dritten Satz machten Klinger/Plesiutschnig dann aber alles klar. Sie treffen nun im morgigen Halbfinale auf Sará Olivová/Martina Williams. Erstere gewann die Wolfurttrophy im vergangenen Jahr und hat die Titelverteidigung fest im Blick.
Im zweiten Top-Duell des Viertelfinals der Frauen trafen Pfeffer/Friedl (Platz 2 der Setzliste) auf Almer/Wiesmeyer. Auch hier setzten sich die Favoritinnen mit 2:1 durch. Sie spielen am morgigen Sonntag in der Auftaktpartie gegen Radl/Dörfler. Somit ist auch klar: Mindestens ein österreichisches Team wird bei den Frauen in das Finale einziehen und um den Titel bei der 31. Raiffeisen Wolfurttrophy spielen.
Youngsters mit der Sensation
Das Topteam aus der Schweiz indes stellte seine Titelambitionen eindrucksvoll unter Beweis. Adrian Heidrich zeigte sich als Monster am Netz, Mirco Gerson wieselflink in der Defense. Mit Thomas Kunert und einem der Sieger von 2018, Leo Williams, machten sie kurzen Prozess – und gewannen klar mit 21:9 und 21:10. Für Begeisterung auf den Rängen sorgten die Publikumslieblinge Schnetzer/Petuschnig. Nachdem sie den ersten Satz verloren hatten und auch im zweiten zurücklagen, starteten sie eine Aufholjagd, wehrten sagenhafte 9 Matchbälle ab – mussten sich aber dennoch mit 30:32 (!) geschlagen geben.
„Wir sind so weit gekommen, jetzt wollen wir die Wolfurttrophy auch gewinnen!“
Laurenz Leitner, Beachvolleyballer
Für die Sensation des Tages sorgten Laurenz Leitner (20) und Moritz Pristauz (24). Die beiden schlugen die Österreichischen Beachvolleyball-Legenden Doppler/Horst glatt in zwei Sätzen. Leitner zeigte sich anschließend überglücklich: „Clemens und Alex sind schon lange Idole von mir. Wir trainieren oft miteinander, da gewinnt man mal einen Satz. Aber im Bewerb ist das natürlich was anderes.“ Er habe einen riesen Respekt vor den beiden Legenden, ihre Ballsicherheit und Erfahrung seien ein Wahnsinn. Leitner/Pristauz zeigten sich über die gesamte Spieldauer souverän, lagen im gesamten 1. Satz nicht hinten. Den zweiten Satz brachten sie ebenso cool über die Bühne, ließen sich auch von einem Medical Timeout – nachdem Clemens Doppler bei einer versuchten Rettungstat mit der Bande zusammengestoßen und nur knapp ein Ballkind verpasste – nicht aus der Ruhe bringen. Im Halbfinale wartet auf die Youngsters nun das polnische Wildcard-Team Bryl/Miszczuk. Sie setzten sich im Viertelfinale gegen Seiser/Kindl in zwei Sätzen durch. Die Zielsetzung von Lautner/Pristauz ist klar: „Wir sind so weit gekommen, jetzt wollen wir auch gewinnen!“ FB
31. Raiffeisen Wolfurttrophy, Viertelfinale
Viertelfinale, Damen
Pfeffer/Friedl (AUT) – Almer/Wiesmeyr (AUT) 2:1 (21:15, 13:21, 20:18)
Hollaus/Feichter (AUT) – Radl/Dörfler (AUT) 0:2 (6:21, 15:21)
Olivová/Williams (CZE, WC) – Mitter/Bisanz (AUT) 2:0 (21:12, 21:19)
Fink/Freiberger (AUT) – Klinger/Plesiutschnig (AUT) 1:2 (14:21, 22:20, 6:15)
Viertelfinale, Herren
Heidrich/Gerson (SUI, WC) – Kunert/Williams (INT) 2:0 (21:9, 21:10)
Schnetzer/Petutschnig (AUT) – Waller/Hörl (AUT) 0:2 (16:21, 30:32)
Bryl/Miszczuk (POL, WC) – Seiser/Kindl (AUT) 2:0 (21:18, 21:16)
Pristauz/Leitner (AUT) – Horst/Doppler (AUT) 2:0 (21:18, 21:17)
Damen-Halbfinale
Friedl/Pfeffer (AUT) – Radl/Dörfler (AUT) 9.00 Uhr
Olivová/Williams (CZE, WC) – Klinger/Plesiutschnig (AUT) 10.00 Uhr
Spiel um Platz 3: 13.00 Uhr
Damen-Finale: 15.00 Uhr
Herren-Halbfinale
Heidrich/Gerson (SUI, WC) – Waller/Hörl (AUT) 11.00 Uhr
Bryl/Miszczuk (POL, WC) – Pristauz/Leitner (AUT) 12.00 Uhr
Spiel um Platz 3: 14.00 Uhr
Herren-Finale: 16.00 Uhr





