Sport-Lockdown: Österreich hofft auf die Vorreiterrolle von Vorarlberg

Sport / 23.03.2021 • 15:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Sport-Lockdown: Österreich hofft auf die Vorreiterrolle von Vorarlberg
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ÖTV-Präsident Magnus Brunner kämpft für weitere Öffnungsschritte aus dem Sport-Lockdown.

Bregenz „Mit der Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs seit 15. März für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren wurde ein erster und wichtiger Schritt zur Normalität erreicht. Doch dies soll nicht alles sein. Bereits nach Ostern, wenn die Tennisplätze im Freien wieder benützbar sind, erwarte ich die mit Augenmaß und unter Einhaltung der strengen Auflagen nächsten Öffnungsschritte“, betont Magnus Brunner.

Nicht nur als Präsident des österreichischen Tennisverbandes, auch als Vereinsvorstand des TC Bregenz bekam der 48-Jährige die Auswirkungen der Coronapandemie und des bundesweiten Lockdowns mit und freut sich deshalb über den Restart im Breiten- und Vereinssport. „Es ist einfach nur eine Freude und ein Genuss zu sehen, wie die Kinder lächeln und mit welcher Begeisterung sie wieder dem Tennisball nachspringen“, betont Brunner anlässlich des Wiederbeginns der sportlichen Aktivitäten in der Tennishalle in Bregenz.

Ländle für Vorreiterrolle gelobt

Der seit Jänner 2020 als Staatssekretär im Infrastruktur- und Umweltministerium Tätige sieht die aktuell einzig in Vorarlberg geltenden Lockerungsmaßnahmen als Chance für die gesamte Nation. „Ich habe in den letzten Tagen die Geschehnisse ganz intensiv verfolgt und bin richtig stolz darauf, was wir in Vorarlberg erreicht haben. Man sieht, was alles möglich ist, wenn man bereit ist, sich an die festgelegten Spielregeln zu halten.“

„Das Ansteckungsrisiko am Tennisplatz ist viel geringer als bei bereits erlaubten Treffen.“

Magnus Brunner ÖTV-Präsident

Der am Nationalfeiertag 2020 zum ÖTV-Präsidenten gewählte Brunner macht kein Hehl daraus, dass die gesamte Tennisnation hofft, dass das, was aktuell in Vorarlberg möglich ist, bald auch in ganz Österreich der Fall ist. „Nicht nur bei der virtuell abgehaltenen ÖTV-Generalversammlung vor einer Woche wurde das Ländle für seine Vorreiterrolle gelobt.“

Sport-Lockdown: Österreich hofft auf die Vorreiterrolle von Vorarlberg
Der Coronatest vor Trainingsbeginn ist zwingend vorgeschrieben.

Was aktuell für Kinder und Jugendliche erlaubt ist, sollte für Brunner aber auch für die große Zahl an Hobby- und Freizeitspielern möglich sein. „Das Ansteckungsrisiko auf einem Tennisplatz mit 450m2 ist weitaus geringer als bei den bereits erlaubten Treffen zweier Haushalte in den eigenen vier Wänden. Deshalb sehe ich keinen Grund, wieso es nicht möglich sein sollte, die Mannschaftsmeisterschaft durchzuführen.“

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Magnus Brunner mit seinen tennisbegeisterten Söhnen Lukas, Lorenz und Louis. VN/Sams

Seine Argumentation bekräftigt Brunner mit dem Blick auf das letzte Jahr. „2020 haben sich rund 3000 Erwachsene und Senioren an der regionalen Mannschaftsmeisterschaft beteiligt. Sollte dies heuer deshalb nicht möglich sein, weil keine Doppelspiele mit Personen aus mehr als zwei Haushalten erlaubt sind, wäre dies ein herber Rückschlag. Ich denke, das Gros der gemeldeten Spieler über 18 Jahre wäre damit einverstanden, mit einem ,Reintesten‘, das auch die körpernahen Dienstleistungen seit März wieder erlaubt, die Basis für eine Teilnahme zu erfüllen.“

Grundlage für alle weiteren Schritte ist für Brunner, dass jeder Verein weiterhin ein entsprechendes Präventions- und Sicherheitskonzept einhalten muss: „Darüber muss man überhaupt nicht diskutieren. Es versteht sich von selbst, dass alle von der Regierung gesetzten Maßnahmen oberste Priorität haben und ohne Wenn und Aber berücksichtigt werden müssen.“

Aufgrund seiner Tätigkeit an vorderster Front beim mit über 170.000 Mitgliedern und knapp 1600 aktiven Vereinen zweitgrößten Sportverband in Österreich wird Brunner das Amt des Vereinsvorsitzenden beim TC Bregenz im Sommer abgeben. „Ich war fünf Jahre im Amt und konnte nicht nur wegen des Ankaufs der Tennishalle dank der Unterstützung vieler Mitstreiter einiges bewegen. Als ÖTV-Präsident ist es aber unvereinbar, einen Verein oder Landesverband zu führen. Ich bin aber überzeugt davon, dass mein designierter Nachfolger den eingeschlagenen Weg fortsetzen kann und wird.“