Talfahrt der Austria geht weiter

Sport / 02.05.2021 • 19:31 Uhr
Der Ärger von Domenik Schierl nach dem 0:2 gegen Klagenfurt war riesig. Auch etliche Paraden und ein gehaltener Elfmeter halfen nichts.gepa
Der Ärger von Domenik Schierl nach dem 0:2 gegen Klagenfurt war riesig. Auch etliche Paraden und ein gehaltener Elfmeter halfen nichts.gepa

Lustenau unterliegt Klagenfurt 0:2 und steht auf Abstiegsplatz.

Lustenau Es bleibt dabei: Die Austria aus Lustenau ist im Jahr 2021 weiterhin eines der schlechtesten Teams der 2. Liga. Im Heimspiel gegen die Namenskollegen aus Klagenfurt setzte es mit dem 0:2 (0:0) die bereits neunte Niederlage aus 13 Spielen. Nur der SV Horn kassierte im gleichen Zeitraum zehn Niederlagen. Dabei lieferten die Kicker in Grün-Weiß dem Aufstiegskandidaten aus Kärnten vor allem in der ersten Halbzeit einen harten Fight. Doch in den zweiten 45 Minuten zeigten die Klagenfurter, dass sie Anwärter auf den Aufstieg bleiben.

Gute erste Halbzeit

Vom Start weg sah man keinen großen Unterschied zwischen der Mannschaft, die noch um den Aufstieg mitspielt – Klagenfurt – und dem Team, das in den untersten Regionen der Tabelle zu finden ist – Lustenau. Zwar hatten die Gäste durch Kosmas Gkezos (11.) die erste Möglichkeit, doch die Heimischen hatten die erste richtige Großchance im Spiel. Nael Jaby steckte großartig auf Adriano Bertaccini (18.), doch Klagenfurts Goalie Philip Menzel hielt bravourös. In der Folge entwickelte sich ein gutes Spiel, beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Auch dem Umstand geschuldet, dass die Kärntner unbedingt die drei Punkte im Fernduell mit Wacker Innsbruck brauchten. So kam Markus Pink (27.) völlig allein stehend nach Flanke von Alex Timossi zwölf Meter vor dem Lustenauer Gehäuse aus der Drehung zum Schuss. Doch sein Versuch fiel zu zentral aus, Austrias Tormann Domenik Schierl war zur Stelle. Die beste Chance zur Führung hatte dann erneut der Italo-Belgier Bertaccini (38.). Nach einem Traumpass von Brandon Baiye lief der Angreifer allein auf das Kärntner Tor zu, schaffte es aber nicht, die Kugel an Goalie Menzel vorbei ins Tor zu platzieren. Umgekehrt hatte die Elf von Austria-Trainer Alexander Kiene Glück, als ein Kopfball von Gkezos Schierl in die Hände fiel. Mit einem gerechten 0:0 gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Kärntner drückten aufs Gas

Klagenfurt-Trainer Peter Pacult schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn die Gäste übernahmen sofort das Kommando, ließen die Kiene-Elf zwischenzeitlich im Kreis laufen. Man konnte sich bei Tormann Schierl bedanken, nicht schon früher in Rückstand geraten zu sein. Der gebürtige Salzburger im Kasten von Lustenau hielt wie der Teufel. Christopher Cvetkos (51.) Granate aus 20 Metern parierte er glanzvoll, auch gegen einen Volleyschuss von Tim Maciejewski war er zur Stelle so wie bei einem weiteren Distanzversuch von Fabio Markelic (64.). Seine Vorderleute konnten in dieser Phase nur staunend zusehen. An Gegenwehr fehlte es total. Doch beim ersten Gegentreffer war der „Hexer“ machtlos. Oliver Pink legte den Ball im Strafraum auf den allein stehenden Markus Rusek (74.), der keine Mühe hatte, zur Klagenfurter Führung zu verwerten.

Zwar mühte sich die heimische Austria, sich noch einmal aufzubäumen, allein der Wille war zu wenig. Und erneut war es Schlussmann Schierl, der immerhin den Funken Glauben an ein Remis aufrecht erhalten konnte. Als Sahnehäubchen seiner Leistung parierte er einen Elfmeter von Oliver Pink (81.). Dieser machte dann kurz vor Ende der Partie (90.) aber doch noch das 2:0 für die Kärntner, als er nach einem Gestocher im Strafraum am schnellsten reagierte.

Austria-Coach Kiene bediente sich nach der Niederlage einer alten Fußballweisheit: „Wie so oft in dieser Saison gelingt es uns nicht, das erste Tor zu erzielen. Und wir hatten die Chancen dazu. Dann wäre die Partie sicher ganz anders gelaufen.“

„Wie so oft in der Saison ist es uns wieder nicht gelungen, das erste Tor zu erzielen.“

Der Ärger von Domenik Schierl nach dem 0:2 gegen Klagenfurt war riesig. Auch etliche Paraden und ein gehaltener Elfmeter halfen nichts.gepa
Der Ärger von Domenik Schierl nach dem 0:2 gegen Klagenfurt war riesig. Auch etliche Paraden und ein gehaltener Elfmeter halfen nichts.gepa