Deshalb ist die Vorfreude auf die Lieblingsrundfahrt groß

Mit viel Motivation geht Matthias Brändle seinen vierten Einsatz bei der Radrundfahrt Giro d‘Italia an.
Hohenems 2012 feierte er seine Premiere bei der dreiwöchigen Italien-Rundfahrt, am Samstag startet Matthias Brändle in sein viertes Giro d‘Italia-Abenteuer. Auch wenn der Radklassiker in diesem Jahr nicht ganz auf den Zeitfahrspezialisen zugeschnitten ist, so schwärmt der 31-jährige Profi vom World-Team Israel Start-up Nation doch von seiner „Lieblingsrundfahrt“.
Im Pandemiejahr 2020 war der Giro spät im Oktober gestartet worden. Schnee begleitete die Fahrer in den Dolomiten – und auch in diesem Jahr liegt noch Schnee in den Bergen. Damit kann Brändle gut leben, weit mehr beschäftigt ihn die Tatsache, dass das so ersehnte neue Zeitfahrrad aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei der Beschaffung der notwendigen Rohstoffe nicht rechtzeitig fertig wurde. „Somit bin ich chancenlos“, sagt er mit Blickrichtung Zeitfahren zum Start am 8. Mai. Dabei wären die neun Kilometer Stadtkurs genau auf ihn zugeschnitten. Was bleibt, ist die Hoffnung auf das abschließende Zeitfahren am 30. Mai über 29,4 km mit der Zielankunft in Mailand. „Da sollte es dann klappen“, sagt Brändle vor seiner Abreise nach Italien.
„Ich freue mich auf Italien, auf ein schönes Land, auf gutes Essen und auf viel Schnee.“
Matthias Brändle, vor dem Start beim Giro d’Italia 2021
Immerhin will der Vorarlberger in Italien liefern. Nicht nur das „gute Essen“ sollen ihm auch zu einem Startplatz bei Olympia verhelfen. Dafür braucht es Ergebnisse, dessen ist er sich bewusst. Auch wenn sein Team in diesem Jahr bewusst auf Bergspezialisten setzt – Kapitän ist der Ire Dan Martin (34) – und sich deshalb Chancen auf einen Spitzenplatz im Gesamtklassement ausrechnet, so will sich Brändle in ausgesuchten Etappen auch persönlich in Szene setzen. „Wenn es mir gelingt, mich von der besten Seite zu zeigen, dann habe ich Chancen für Tokio.“ Deshalb hat er auch bewusst auf die Möglichkeit einer Impfung wenige Tage vor dem Giro-Start verzichtet. Denn mit 30 Renntagen in den Beinen in diesem Jahr und einer perfekten Vorbereitung auf den Giro wollte der Vorarlberger keine gesundheitlichen Unannehmlichkeiten riskieren. Zumal die Fahrer, wie im Vorjahr, während drei Wochen in einer Bubble leben. Exklusiv für die VN-Leser wird Brändle wieder Einblicke in die Zeit bei der Rundfahrt geben.
Als guter Helfer hat sich Brändle in den ersten Saisonrennen erwiesen, nun will er in Italien auch seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Zumal der Giro mit der Etappe über den Splügenpass (29. Mai) auch dem Ländle nahe kommt.





