Neuer Trainer, Youngsters und der große Hunger

Sport / 14.07.2021 • 19:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sercan Altuntas sind beim Emma&amp;Eugen DSV einige Mitspieler abhanden gekommen - mit einigen Youngsters wollen die Dornbirner wieder angreifen.<span class="copyright">lerch</span>
Sercan Altuntas sind beim Emma&Eugen DSV einige Mitspieler abhanden gekommen - mit einigen Youngsters wollen die Dornbirner wieder angreifen.lerch

DSV startet mit jungen Spielern und Björn Gasser in die Eliteliga-Saison.

Dornbirn Kontinuierlich hat sich der Dornbirner SV in den letzten Jahren zu einer Topadresse im Vorarlberger Amateurfußball entwickelt. Bei der Premiere der VN.at-Eliteliga Vorarlberg hatten die Haselstauder den Grunddurchgang nach achtzehn Meisterschaftsspielen klar für sich entschieden, in der Vorjahressaison erreichte der DSV den fünften Tabellenplatz.

Mit einem neuen Trainer geht es nun in die Spielzeit 2020/21. Der 35-jährige Mellauer Björn Gasser wird am Sonntag zur Heimpremiere gegen Aufsteiger Egg erstmals auf der Betreuerbank der Haselstauder Platz nehmen. Der Neocoach führte bereits Ligakonkurrent Austria Lustenau Amateure mit einer Mischung von Routiniers und jungen Talenten in die höchste Leistungsstufe des Landes.

Der Blick Richtung Top Fünf

Bei einem dreitägigen Teambuilding im Kaunertal hat der DSV-Übungsleiter seine neuformierte Mannschaft näher kennengelernt. Denn in personeller Hinsicht haben die Dornbirner „abgespeckt“, einige Routiniers verließen den Verein: Mit Julian Erhart, Ex-Kapitän Julian Birgfellner, Güney Akcicek, David Kovacec, David Kirchmair, Paul Hartmann, Ivan Bozic und Daniel Schelling gab es acht Abgänge. Besonders das Fehlen von Erhart und Birgfellner werde sich auch abseits des Platzes bemerkbar machen. „Diese zwei speziellen Typen kann man nicht ersetzen“, so Sportchef Marcel Lipburger. Allerdings will Lipburger nichts von einem Qualitätsverlust im Kader wissen. Im Gegenteil: „Wir haben trotz der Abgänge viele junge, hungrige Kicker dabei – die Mischung mit gestandenen Spielern reicht für einen Top-Platz unter den ersten Fünf auf alle Fälle aus. Wir sind sehr zuversichtlich, dass auf sportlicher Ebene alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen.“

„Die richtige Plattform“

„Wir wollen möglichst viele Jugendliche mit Spielpraxis an die Eliteliga heranführen, das wird in den nächsten Jahren weiter forciert“, ist die Devise in Haselstauden klar. „Die Eliteliga ist die richtige Plattform, um den jungen Spielern Matchpraxis zu geben und ihnen das Vertrauen schenken.“ So stammen derzeit neun von zwanzig U-20-Kaderspielern aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Lien Zwischenbrugger (Bizau) und Christopher Nagel (Lauterach) wurden zudem zwei weitere Youngsters nach Dornbirn gelotst. Zudem brennen die Routiniers Sercan Altuntas und Torjäger Julian Schelling auf ihre Comebacks. Eigenbauspieler Fabian Wagner zog sich hingegen in einem Testspiel in Imst einen Kreuzbandriss zu und fällt mindestens sechs Monate aus. Der Youngster hätte mit großer Wahrscheinlichkeit in der neuen DSV-Startelf gestanden. VN-TK

„Trotz der Abgänge haben wir viele junge, hungrige Spieler in unserem Kader.“