„Wir haben alle Fehler gemacht“

Sport / 11.11.2021 • 22:16 Uhr
Heftiger Gegenwind Peter Handle, Sportdirektor des FC Dornbirn, erlebt aufgrund der sportlichen Schieflage derzeit turbulente Zeiten.

Heftiger Gegenwind Peter Handle, Sportdirektor des FC Dornbirn, erlebt aufgrund der sportlichen Schieflage derzeit turbulente Zeiten.

FC-Dornbirn-Sportdirektor Peter Handle nahm bei Vorarlberg live Stellung zur Krise.

Schwarzach Die Rothosen aus Dornbirn erleben dieser Tage schon lange nicht mehr erfahrene Turbulenzen. Nach dem Aufstieg aus der Regionalliga West 2019 in die zweithöchste Liga Österreichs konnte man auf der Birkenwiese fast durchwegs auf Erfolge in den letzten beiden Saisonen zurückblicken. Doch mittlerweile ist man hart auf den Boden der Realität, dem letzten Platz in der 2. Liga angekommen. Nur acht Punkte aus 14 Ligaspielen brachten die Rothosen seit dem Trainerwechsel von Markus Mader zu Eric Orie zustande. Nährboden für viel Unzufriedenheit in der Mannschaft, im Verein und im Umfeld. „Wir haben im Sommer bewusst einen großen Umbruch eingeleitet, an dem der aktuelle Trainer Eric Orie nicht großartig beteiligt war. Die Kaderplanung wurde mit Ex-Coach Mader durchgeführt. Eric hat sich dann bereit erklärt, als Trainer den eingeschlagenen Weg mitzugehen“, gibt FCD-Sportdirektor Peter Handle Einblick in die Planungen im Sommer. „Dass nun nach dem 1:4 beim Letzten in Steyr und dem letzten Platz Unruhe und Unzufriedenheit einkehren, ist in dem Geschäft normal“, so Handle weiter.

Keine Revolte

Zum Thema, dass Teile der Mannschaft nun nicht mehr mit dem Niederländer zusammenarbeiten wollen, erklärt Handle nur so viel, „dass die Spieler unzufrieden sind und manche gehen dann den einfachen Weg und suchen die Schuld bei anderen und nicht bei sich selbst“. Auch Kapitän Aaron Kircher erklärte den VN zu dieser Causa, die medial hochgespielt wurde, dass „es definitiv keine Revolte gab. Alles war mit dem Vorstand abgesprochen und Trainer Orie hat es akzeptiert“. Zur Erklärung: Nach einer langwierigen Besprechung zwischen Team, Trainer und Vorstand ging es nicht auf den Trainingsplatz, sondern auf eine Laufrunde. Außenstehende wollten da auf eine Revolte schließen.

Handle selbst gab in Vorarlberg live zu, dass der Verein in den letzten Monaten Fehler gemacht hat: „Alle haben Fehler gemacht. Ich vielleicht den, dass der Umbruch im Sommer zu groß war. Der Trainer hat vielleicht in Sachen Trainingssteuerung falsch gewählt. Wobei es nicht leicht für ihn ist, unsere Mannschaft besteht ja aus Profis und Amateuren“.

Nach dem Auftritt im Studio in Schwarzach eilte Handle weiter zu einer Vorstandssitzung, um über die Zukunft des Cheftrainers bei den Rothosen zu entscheiden. Zu der es nicht kam. Die soll heute Mittag nach weiteren Gesprächen gefällt werden.

Die Spieler sind unzufrieden und manche gehen den einfachen Weg und suchen die Schuld bei anderen und nicht bei sich selbst.

„Alles weit weg von einer Revolte. Alles war und ist mit Vorstand und Trainer abgesprochen.“

Über die Zukunft von Eric Orie als Cheftrainer des FC Dornbirn wird heute Mittag entschieden.gepa
Über die Zukunft von Eric Orie als Cheftrainer des FC Dornbirn wird heute Mittag entschieden.gepa
Über die Zukunft von Eric Orie als Cheftrainer des FC Dornbirn wird heute Mittag entschieden.gepa
Über die Zukunft von Eric Orie als Cheftrainer des FC Dornbirn wird heute Mittag entschieden.gepa

Video

Spieler in der Pflicht

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