Chance auf die EURO lebt für Ländle-Kickerinnen

Sport / 29.01.2022 • 12:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Legionärein Sabrina Horvat will alles dafür tun, um noch auf den EURO-Zug aufzuspringen.<span class="copyright">FC Köln</span>
Die Legionärein Sabrina Horvat will alles dafür tun, um noch auf den EURO-Zug aufzuspringen.FC Köln

Gleich vier Vorarlbergerinnen auf Abruf beim ÖFB-Frauennationalteam.

Wien Mit einem Trainingslager im spanischen Marbella startet Österreichs Frauenfußballnationalteam in die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Sommer in England. Dabei trifft das Team von Teamchefin Irene Fuhrmann Ende Februar auf Rumänien und EURO-Teilnehmer Schweiz. Im 23-köpfigen Aufgebot fehlt eine Spielerin mit Vorarlberg-Bezug zwar noch, mit Altach-Akteurin Viktoria Pinther, Köln-Legionärin Sabrina Horvat SKN-St-Pölten-Spielerin Anna Bereuter und Patricia Pfanner (USC Neulengbach) stehen allerdings vier auf der Abrufliste, von der Fuhrmann für das Trainingslager noch eine Torfrau und eine Feldspielerin nachnominieren wird. Viktoria Pinther plagen derzeit muskuläre Probleme und man müsse die Entwicklung abwarten. Mit dem Aufenthalt in Spanien will die Teamchefin das Team auf die Europameisterschaft einstimmen. „Es gibt noch viel zu tun und wir haben uns jetzt auch zwei Monate nicht gesehen. Zudem haben wir dank dem hoffentlich warmen Wetter ideale Trainingsbedingungen, um im technischen und taktischen Bereich zu arbeiten“, erklärte Irene Fuhrmann die Ziele für den ersten Zusammenzug im neuen Jahr.

Auch WM-Qualifikation im Blick

Nicht aus dem Fokus verlieren will die Teamchefin aber auch die WM-Qualifikation, die vor der EURO-Endrunde im April noch fortgesetzt und dann im September abgeschlossen wird: „Wir wollen uns auch für die Weltmeisterschaft qualifizieren und nehmen die beiden Heimspiele gegen Nordirland und Lettland nicht auf die leichte Schulter.“ Derzeit liegt Österreich in Gruppe D hinter dem EURO-Auftaktgegner England auf Rang zwei. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die Gruppenzweiten nehmen an den mehrstufigen UEFA-Play-offs im Oktober 2022 teil.

Die in Altach spielende Viktoria Pinther sieht noch Chancen, bei der EURO dabeizusein.<span class="copyright">sam</span><span class="copyright">s</span>
Die in Altach spielende Viktoria Pinther sieht noch Chancen, bei der EURO dabeizusein.sams

VAR als großes Thema

Nach der WM-Qualifikation gilt der Blick dann aber ausschließlich der Europameisterschaft. In einer mehrstufigen Vorbereitung will Irene Fuhrmann das beste österreichische Team finden, das Österreich bei der zweiten Endrundenteilnahme erfolgreich vertreten soll. Dabei wird es im Juni drei Vorbereitungslehrgänge in Bad Tatzmannsdorf geben, in denen auch Testspiele gegen Dänemark, Schottland und Belgien vereinbart sind, ehe das Team am 30. Juni per Charter nach England reist und sich dort auf das Eröffnungsspiel am 6. Juli gegen den Gastgeber im ausverkauften Old Trafford Stadion von Manchester vorbereitet. Aufgrund der international unterschiedlichen Ansetzung der letzten Meisterschaftsrunden wird es auch nicht so sein, dass alle Spielerinnen bei allen Lehrgängen dabei sind. „Die Termine liegen nicht alle in den FIFA-Zeiträumen und da werden wir uns frühzeitig ansehen, welche Spielerinnen bei welchen Lehrgängen dabei sein können. Und jeder Spielerin will ich zwischen Meisterschaftsende und Nationalteam Urlaub möglich machen, damit sie befreit aufspielen können.“ Wichtig ist der Teamchefin in der Vorbereitung auch, dass die Spielerinnen in den Testspielen den bei der Endrunde eingesetzten Videoschiedsrichter kennenlernen. „Das Spiel verändert sich durch die teilweise langen Wartezeiten aufgrund des VAR sehr stark und ich möchte, dass die Spielerinnen lernen, damit umzugehen“, begründet Fuhrmann ihre Entscheidung.

EURO-Quartier bereits fixiert

Unterdessen ging es auch in der EURO-Vorbereitung einen Schritt weiter. Denn der ÖFB hat das Teamcamp für das Frauen-Nationalteam fixiert und wird während der Europameisterschaft im Penny Hill Park in Surrey, eine Stunde südwestlich von London, logieren. Mehr als zehn Hotels wurden vom ÖFB besichtigt, am Ende fiel die Wahl auf jenes Hotel, das auch schon die englische Fußballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr ausgesucht hatte. Es bietet direkt auf der Anlage einen guten Fußballplatz, eine Naturrasenhalle und einen eigenen Fitnessraum, damit sich das Team ungestört auf die Spiele vorbereiten kann. Die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche EURO-Teilnahme, nach dem Vorstoß ins Halbfinale bei der Endrunde 2017, sollten also passen. HEP

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