„Sind auf einem guten Weg“

Sport / 14.02.2022 • 19:46 Uhr
Die Bauverhandlung für den Neubau des Reichshofstadions hat bereits stattgefunden.SCA
Die Bauverhandlung für den Neubau des Reichshofstadions hat bereits stattgefunden.SCA

Lizenzabgabe rückt für Austria Lustenau immer näher.

Lustenau Am 3. März ist es so weit, Österreichs Vertreter der ersten, der zweiten Bundesliga und die Aufstiegsberechtigten der dritten Spielklasse müssen ihren Lizenzantrag für die nächste Spielzeit 2022/23 abgeben. Ein Gedanke, der im Lager von Austria Lustenau sicher nicht zu Jubelstürmen verleitet, bedenkt man das „Beinahe“-Debakel aus dem letzten Jahr. Da wurde dem Antrag der Grün-Weißen für die Lizenz zur Teilnahme in der höchsten Liga nicht stattgegeben. Zudem verlor die Austria den damit verbundenen monetären Bonus und musste plötzlich um die Teilnahme in der zweithöchsten Liga bangen. Am Ende sicherten Freunde und Gönner des Vereins den Weiterverbleib in der Liga zwei.

Normale Vorgänge

Zum Glück, wenn man ein Jahr später auf die Tabelle blickt: Die Austria steht ganz oben und schickt sich an, im Frühjahr Fußballgeschichte zu schreiben. Nach mehr als zwei Dekaden wieder in die höchste Liga aufzusteigen. Dazu steht man auch vor der Realisierung eines neuen Reichshofstadions. Finanzielle Zusicherungen von Land und Gemeinde sind da, die Pläne liegen bereit, Baubeginn soll 2023 sein. Letzten Freitag kam es bereits zur Bauverhandlung am Reichshofstadion. Im Beisein von Vereinsvertretern und Architekten durften die Anrainer erste Einblicke in die Bauvorhaben genießen – und auch ihre Meinungen zum Umbau der Spielstätte kundtun. Ganz reibungslos lief es dabei nicht ab, „eigentlich wie erwartet“, relativiert Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch. „Es wird sicher zu Einsprüchen kommen. Damit haben wir aber gerechnet, das ist bei einem so großen Bauvorhaben auch keine Überraschung.“ Keine Unruhe also bei der Austria, dass Einsprüche große Auswirkungen haben könnten? „Nein, weil wir davon ausgehen, etwaige Probleme mit den Anrainern in den nächsten Monaten gemeinsam lösen zu können“, so Bösch.

Für den erstinstanzlichen Erhalt der Bundesliga-Lizenz im März ist der Baubescheid, der noch im Februar eintrudeln sollte, wichtig. Damit sichert sich die Austria fürs Erste den Verbleib im Reichshofstadion für die Saison 2022/23. Vorausgesetzt die Umsetzung der vorgeschriebenen Baumaßnahmen wie Flutlicht, überdachter Gästesektor oder Presseflächen, könnte man eine Saison provisorisch in der höchsten Liga kicken. Danach müssen die Bagger auffahren. „Das ist der Plan, und wir sehen uns in allen Belangen auf einem guten Weg“, erklärt Bösch zuversichtlich, „obwohl schon noch einiges zu erledigen ist. Wir hoffen, dass alle Lieferfristen eingehalten werden, denn sicher ist es erst, wenn alles am richtigen Ort montiert ist.“

Noch keine Anfrage in Altach

Läuft alles wie geplant, muss die Austria nicht schon jetzt den Gang Richtung Altach antreten, um anzufragen, die Cashpoint Arena als Ausweichstadion nennen zu dürfen. Dieser Trip ist in Zukunft aber unvermeidbar: Startet nämlich der Neubau des Reichshofstadions, muss die Austria ausweichen – und im Ländle gibt es eben nur ein bundesligataugliches Stadion.

„Wir rechnen mit Einsprüchen, bei so einem Bauvorhaben auch keine Überraschung.“

Ein Jahr „altes“ Stadion noch für die Fans.
Ein Jahr „altes“ Stadion noch für die Fans.
Unausweichlich: der Gang nach Altach.
Unausweichlich: der Gang nach Altach.