Es werde Licht

Neben dem Flutlicht muss Austria Lustenau noch an weiteren Baustellen feilen.
Lustenau Das Lustenauer Reichshofstadion gleicht dieser Tage einem Taubenschlag. Sportlich gastierte letzten Montag der Floridsdorfer AC bei den Grün-Weißen, am Mittwoch kam es zur Begehung der österreichischen Bundesliga bezüglich der infrastrukturellen Kriterien für die Zulassung zur höchsten Spielklasse in Österreich, und gestern gingen Messungen des Flutlichts über die Bühne.
Das fehlende Puzzleteil
Was die Punkte wie zusätzliche Fernsehtürme, überdachter Auswärtssektor, zusätzliche Sitzplätze, Arbeitsplätze für Journalisten oder Ausbau der Gästekabinen betrifft, erwartet Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch keine großen Überraschungen: „Diesbezüglich bin ich sehr positiv eingestellt und erwarte mir keine großen Beanstandungen von Vertreter Horst Jäger vom Senat 3 und Paul Reiterer von der Bundesliga.“ Das noch ausstehende Puzzleteil sieht Bösch im Flutlicht und der Gleichmäßigkeit der Lichteinstrahlung auf das Feld.
Dafür war die MA39 gestern Nacht im Reichshofstadion und schritt zur Überprüfung. Im Vorfeld hat die Austria alles unternommen, „um diese Instandhaltungsmaßnahmen für die Gleichmäßigkeit des Lichts auf dem Spielfeld, ohne dabei aber die Lichtstärke zu erhöhen, hinzubekommen“, so Bösch, der auf einen positiven Ausgang des „Infrastruktur-Abenteuers“ in Lustenau hofft. „Seit Oktober letzten Jahres bin ich an nichts anderem dran. Ich hoffe, dass wir unser Ziel, was das aktuelle Stadion und auch den Neubau betrifft, erreichen. Damit es am Ende nur mehr sportlich entscheidend ist, ob wir aufsteigen oder nicht.“
Das Protokoll der Inspektion aus Wien, gestern Abend in der Marktgemeinde eingetrudelt, fiel dann aber doch nicht ganz nach Lustenauer Wünschen aus. Auf Rückfrage hieß es von der Bundesliga, dass es nicht nur Beanstandungen bezüglich des Flutlichts gibt, sondern darüber hinaus noch weitere Adaptierungen notwendig sind. Details wollte man keine nennen.
Noch einige Meter zu gehen
Ein gütlicher Ausgang, was die Kommissionierung betrifft, ist dennoch nicht gleichbedeutend mit dem erstinstanzlichen Erhalt der Bundesligalizenz. Nicht zu vergessen: Die Erfüllung der aktuellen Stadionkriterien bezieht sich auf eine Ausnahmeregelung der Bundesliga, die es der Austria bei Aufstieg erlauben würde, nur 80 Prozent der vorgegebenen Bundesliga-Kriterien erfüllen zu müssen. „Um in diesen Genuss zu kommen, wird der Senat 3 alle Maßnahmen begutachten und dazu hoffentlich auch unseren Nachweis des Stadionneubaus anerkennen“, erklärt Austrias Vorstandssprecher. Dazu gilt es aber auch noch die finanziellen Auflagen laut Lizenzantrag erfüllen zu können. Somit hat die Austria nicht nur sportlich noch einige Meter zu gehen, sondern auch budgetär.
Keine Auswirkungen sollen die Tätigkeiten rund um den Klub auf die Kooperation mit Ahmet Schaefer haben. „Die steht, weil wir ja bereits letzten Sommer über eine Intensivierung gesprochen haben. Da war die Aussicht, ernsthaft um den Meistertitel zu spielen, noch gar nicht gegeben“, so Bösch über die bevorstehende Übernahme von 25 Prozent des Klubs durch den Schweizer Investor.
„Unser Ziel ist es, dass es am Ende nur mehr sportlich entscheidend ist, ob wir aufsteigen.“

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