Felix Strauss rettet Altach emotionalen Punkt

Sport / 02.04.2022 • 19:02 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Felix Strauss rettet Altach emotionalen Punkt
Christoph Monschein gelang zwar der Anschlusstreffer per Elfmeter, am Ende aber war es zu wenig. gepa

Ein abgefälschter Schuss von Felix Strauss in der Nachspielzeit rettete Altach in einem hitzigen Duell gegen die Admira einen verdienten Punkt. 0:2 lagen die Rheindörfler schon zurück, ehe man erfolgreich die Aufholjagd startete.

Altach Vor den Augen von Olympiasieger Alessandro Hämmerle lieferten sich Altach und die Admira eine hitzige Auseinandersetzung. In einer vor allem nach der Pause emotionalen Partie kamen die Altacher trotz 0:2-Rückstand zurück und Felix Strauss rettete seiner Mannschaft einen verdienten Punkt. Sein abgefälschter Schuss in der 96. Minute landete zum 2:2-Endstand im Netz.

Admiral Bundesliga

25. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 2:2 (0:1)

Altach, Cashpoint Arena, 3047 Zuschauer, SR Stefan Ebner (OÖ)

Torfolge: 45./+ 1 0:1 Nanizayma (Eigentor), 48. 0:2 Surdanovic, 53. 1:2 Monschein (Foulelfmeter), 90./+ 6 2:2 Strauss

Gelbe Karten: 42. Vodhanel, 52. Bauer (beide Admira/jeweils Foulspiel), 52. Nuhiu (Altach-Wechselspieler/SR-Kritik), 79. Malicsek (Admira/Foulspiel), 82. Leitner (Admira/Unsportlichkeit), 90./+ 7 Strauss (Altach/Unsportlichkeit), 90./+ 8 Vorsager (Admira/Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (3-5-2) Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Nanizayama (88. Netzer) – Mischitz (68. Reiter), Haudum, Gaudino (68. Nuhiu), Nimaga, Schreiner (88. Prokop) – Monschein, Bischof

FC Admira Wacker Mödling (4-2-3-1) Leitner – Zwierschitz, Ostrzolek, Bauer, Lukacevic – Ebner, Lukas Malicsek – Surdanovic (90./+ 3 Schmiedl), Kerschbaum, Vodhanel (71. Vorsager) – Ristanic (72. Ganda)

Eine intensive erste Halbzeit endete mit einem Nackenschlag. Denn Sekunden vor dem Pausenpfiff beförderte Mikael Nanizayama einen Flankenball von Filip Ristanic ins eigene Tor. Der Treffer fiel nach einem Eckball, den Altach gut verteidigte, doch der Ball kam prompt zurück – und über Ristanic ins Zentrum, wo Nanizayama sich beim Klärungsversuch selbst anschoss und von dort über die die Linie kullerte (46.). Bis dahin hatten sich beide Mannschaften ein intensives Spiel geliefert, in dem beide sehr auf die Defensive bedacht waren. Dabei erwischte Altach den besseren Start und hatte schon nach wenigen Sekunden Pech, denn Admiras Sebastian Bauer fabrizierte ein Fast-Eigentor. In Minute 17 dann eine mehr als strittige Szene, als Noah Bischof im Strafraum von zwei Admiranern am Versuch Richtung Ball zu sprinten, elfmeterreif gehindert wird. Doch seitens des VAR gab es keinen Grund einzugreifen. Und so blieb die Partie auf des Messers Schneide, zumal die Gäste nach gut 20 Minuten besser ins Spiel kamen. Bei einem Schnitzer von Jan Zwischenbrugger hätte beinahe Stefano Surdanovic profitiert. Doch der Schuss von Admiras Offensivmann wurde von Zwischenbrugger per Kopf geklärt (25.).

Torraumszenen blieben dennoch Mangelware, auch wenn beide Teams stets das schnelle Umschaltspiel suchten. Ein Kopfball an den Pfosten von Christoph Monschein, nach einem Freistoß von Emanuel Schreiner, sorgte zwar für Verwirrung im Strafraum der Südstädter (34.), doch die Fahne des SR-Assistenten war bereits oben – Abseits! Kurz vor der Pause dann ein Schuss von Bischof auf die Querlatte, nachdem er zuvor einen schönen Sololauf hingelegt hatte (44.). Als dann alle mit einem 0:0 rechneten, passierte die Slapstick-Situation mit Nanizayama und Altach musste mit einer 0:1-Hypothek in die Kabine.

Ereignisse überschlugen sich

In den Minuten nach Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse in der Cashpoint Arena. Erst war es Tino Casali, der sich einen schwerwiegenden Fehler leistete, als er einen Rückpass von Zwischenbrugger mitnehmen wollte, jedoch unfreiwillig für den anlaufenden Surdanovic vorlegte und der den Ball nur über die Linie drücken musste – 0:2 (48.). Nur 75 Sekunden später Aufregung im Admira-Strafraum, als Stefan Haudum von den Füßen geholt wurde, SR Stefan Ebner aber erst Foul gegen die Admira pfiff. Doch die angebliche Foulszene wurde vom VAR minutenlang gecheckt und dann richtigerweise in einen Elfmeter umgewandelt. Monschein trat an und traf vom Elferpunkt zum Anschlusstreffer (54.).

Nach gut einer Stunde der nächste Aufreger, denn SR Ebner unterbrach die Partie – offiziell wegen zwei Becherwürfen in Richtung Admira-Torhüter Andreas Leitner. Auf den TV-Bildern war jedoch ein Feuerzeug zu sehen, das von der SCRA-Fantribüne in den Torraum geschleudert wurde. Daraufhin beorderte der Unparteiische beide Mannschaften erst in die Kabine, um wenige Minuten danach wieder auf den Platz zu kommen. Das Spiel selbst blieb hart umkämpft, denn Altach drängte immer mehr, während sich die Gäste in jeder Szene viel Zeit ließen. Das erzürnte die Fans in Altach, weshalb es auf der Tribüne weiter brodelte. Auf dem Feld setzte Trainer Ludovic Magnin auf noch mehr Offensive, in dem er mit Atdhe Nuhiu und Dominik Reiter zwei weitere Angreifer in die Partie schickte. Wirklich Gefahr vermochte man aber keine mehr erzeugen, vielmehr verteidigte die Admira geschickt die knappe Führung. Doch in der sieben Minuten dauernde Überspielzeit warfen die Altacher noch einmal alles nach vorne – und wurden am Ende belohnt. Denn nach einem langen Ball Richtung Admira-Tor war es Felix Strauss, der das abprallende Leder im Netz versenkte und mit dem 2:2 seiner Mannschaft einen verdienten Punkt im Abstiegskampf rettete.

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