Viel Licht, aber auch Schatten

Sport / 10.04.2022 • 18:37 Uhr
Bryan Teixeira (Mitte) jubelt mit seinen Kollegen über das 2:0 für die Austria beim 3:1-Sieg über Steyr.gepa
Bryan Teixeira (Mitte) jubelt mit seinen Kollegen über das 2:0 für die Austria beim 3:1-Sieg über Steyr.gepa

Trotz 3:1-Sieg über Steyr zeigte Austria Lustenau auch Mängel.

Lustenau Das Fernduell um die Meisterschaft in Österreichs zweithöchster Liga zwischen Austria Lustenau und dem FAC geht in die nächste Runde. Sowohl die Grün-Weißen gegen Vorwärts Steyr als auch die Floridsdorfer gegen den FC Dornbirn gaben sich keine Blößen, gewannen jeweis ihre Heimspiele.

Der volle Erfolg der Lustenauer war zwar nie wirklich in Gefahr, dennoch muss sich die Mannschaft von Austrias Trainer Markus Mader ob der zweiten Halbzeit Kritik gefallen lassen.

Zu viele Chancen zugelassen

Zu pomadig, zu sorglos agierte man vor allem im Offensivspiel und ließ somit die Chance aus, Steyr aus dem Reichshofstadion zu schießen. So lieferte man den Oberösterreichern eine Vorlage, die zweiten 45 Minuten zweitweise sogar zu dominieren und öffnete die Tür zu Großchancen der Gäste. Bei effizienter Nutzung jener Tormöglichkeiten, Can Alak (61.) traf alleinstehend vor dem leeren Tor gar nur die Stange und Austria-Goalie Domenik Schierl (88.) entschärfte einen Schuss von Mayer-Fälten großartig, hätten die knapp 2400 Zuschauer wohl ein spannenderes Match erlebt. Gottlob kam der Treffer zum 3:1 durch Oliver Filip spät (76.).

Dabei erstmals in der Saison auffällig, dass nach den Wechseln auf Austria-Seite die Qualität im Spiel sank. Langsam aber doch macht es sich eben bemerkbar, dass vielen Ergänzungsspielern einfach die Spielpraxis fehlt.

Anderson top

Immerhin konnte man sich auf die Defensive verlassen. Die Viererkette arbeitet gut, wobei Rechtsverteidiger Anderson mit seinem ersten Saisontor für die Austria herausstechen konnte. Der Brasilianer, nur aufgrund des Ausfalls von Haris Tabakovic (Oberschenkelblessur) kurz vor dem Spiel in die Startelf gerutscht, harmonierte wie auch schon in Amstetten perfekt mit Fabian Gmeiner auf der rechten Seite. Zudem lieferte Grabher-Ersatz Adriel im Zentrum neben Brandon Baiye eine blitzsaubere Leistung ab. Die Basis für die nächsten drei Punkte im Meisterrennen wurde in Halbzeit eins gelegt, in der die Austria, angeführt von einem in Topform agierenden Bryan Teixeira, auftrat wie ein Tabellenführer.