Sabrina Horvat und ihre ganz persönliche EURO: Der Favoritenrolle gerecht geworden

Sport / 11.07.2022 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sabrina Horvat (25) hat bislang ein Spiel im Nationalteam absolviert und steht nach sechs Jahren im Ausland nun beim SCR Altach/FFC Vorderland unter Vertrag.
Sabrina Horvat (25) hat bislang ein Spiel im Nationalteam absolviert und steht nach sechs Jahren im Ausland nun beim SCR Altach/FFC Vorderland unter Vertrag.

Die ÖFB-Teamspielerin und Altach-Fußballerin blickt für die VN auf die UEFA Women EURO 2022.

Der so wichtige Sieg gegen Nordirland ist eingefahren. Auch dank Katharina Schiechtl, die den ersten Treffer erzielte. Die Tirolerin ist erst aufgrund des positiven Covid-Tests von Laura Wienroither in die Startelf gerutscht und stand beim cleveren Freistoß von Sarah Puntigam in der 19. Minute goldrichtig. Sehr erwähnenswert deswegen, weil Schiechtl lange nicht mehr in der Startelf stand und dann so effizient gespielt hat. Die 29-Jährige, mit der ich in Bremen zusammenspielen durfte, ist eigentlich für ihre Zweikampf- und Kopfballstärke bekannt – aber auch menschlich im Team für jeden da und stets ein Teamplayer.
Im Vergleich zum England-Spiel nahm Teamchefin Irene Fuhrmann zwei Veränderungen vor. Katharina Naschenweng und Laura Feiersinger nahmen vorerst auf der Bank Platz, wohl auch um genug Energie für das wichtige dritte Gruppenspiel zu haben. Sie wurden ersetzt durch Julia Hickelsberger-Füller und Marie Höbinger. Bei Hickelsberger spielte die Überlegung mit, dank ihrer Schnelligkeit gegen tief stehende Nordirinnen über außen durchzudringen. Sie war schon gegen England gut reingekommen und hatte für das eine oder andere Überraschungsmoment gesorgt.
Nach der sehr starken und kontrollierten ersten Halbzeit hat Österreich nach Wiederbeginn etwas die Spielkontrolle verloren und sich teilweise zu weit in die eigene Hälfte reindrängen lassen. Gerade im Hinblick auf das abschließende Entscheidungsspiel gegen Norwegen wird es wichtig sein, den vollen Fokus über 90 Minuten zu haben. So wurde Sarah Zadrazil vor allem in den Schlussminuten enorm wichtig für das Team. Sie brachte ihre ganze Erfahrung ein und holte einen Freistoß nach dem anderen heraus.

Ein Joker-Treffer entschied

In der Schlussphase dann der große Auftritt von Katharina Naschenweg: Als Joker in der 73. Minute eingewechselt, setzte sie sich bärenstark gegen zwei Nordirinnen durch und versenkte die Kugel zum spielentscheidenden 2:0 (88.).


Mein Fazit: Die Österreicherinnen haben ihre Hausaufgaben erfüllt und die drei Punkte mitgenommen. Jetzt aber heißt es für die Physios ran an die Arbeit und für die Spielerinnen natürlich Kräfte bündeln, um gegen Norwegen das Viertelfinale klarzumachen.

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