Personalrochade beim Schützenbund

Wolfram Waibel wird Bundesstützpunkttrainer in München. Marlene Pribitzer neue VSB-Landestrainerin.
Dornbirn Fliegender Wechsel beim Vorarlberger Schützenbund (VSB): Nach zehnjähriger Tätigkeit hat Olympiamedaillengewinner Wolfram Waibel jun. seine Funktion als VSB-Landestrainer abgegeben und wird zukünftig für den Deutschen Schützenbund (DSB) als Bundesstützpunkttrainer in München-Garching arbeiten. Nachfolgerin von Waibel ist die seit 2018 in Vorarlberg lebende gebürtige Niederösterreicherin Marlene Pribitzer.
„Etwas Neues probieren“
„Ich denke, nach zehn Jahren Zusammenarbeit ist es legitim, wenn man sich einer neuer Herausforderung stellt“, betont der 52-jährige Waibel. „Ich habe den Job 2012 übernommen und konnte viele meiner Ziele erfolgreich umsetzen und wichtige Impulse setzen. Natürlich hat es in verschiedenen Bereichen auch unterschiedliche Auffassungen gegeben, doch dies ist nicht der Grund für die Beendigung meiner Tätigkeit als Landestrainer. Ich wollte einfach noch einmal etwas Neues probieren, und als die Anfrage des Deutschen Schützenbundes kam, habe ich mich nach Rücksprache mit meiner Familie dazu entschieden, mich noch einmal beruflich zu verändern. Ich werde dem VSB als ehrenamtlicher Funktionär in der Landessportleitung aber weiterhin zur Verfügung stehen“, erklärt der Hohenemser abschließend.
Seiner neuen Tätigkeit in der bayerischen Landeshauptstadt blickt der Hohenemser optimistisch entgegen: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Deutschland und möchte mit meiner Erfahrung und Fachkompetenz im Bundesstützpunkt München-Garching meinen Beitrag dazu leisten, dass die deutschen Gewehrschützen nach der Flaute bei den Olympischen Spielen in Tokio bei den kommenden Spielen in Paris 2024 und Los Angeles 2028 wieder ein schlagkräftiges Team stellen.“
Bei der Nachbesetzung seines Postens als VSB-Landestrainer hat Waibel maßgeblich dazu beigetragen, dass eine möglichst reibungslose Lösung gefunden wurde: „Ich kenne Marlene seit einigen Jahren, und ich denke, sie kann den von mir eingeschlagenen Weg nahtlos fortsetzen. Sie hat den notwendigen Ehrgeiz und die fachliche Kompetenz, und sollte sie eine Frage haben, stehe ich jederzeit zur Verfügung.“
Große Ehre und Herausforderung
Nachfolgerin Marlene Pribitzer streut ihrem Vorgänger jedenfalls Rosen: „Wolfram war 2018 ein Grund, warum ich meinen sportlichen und privaten Lebensmittelpunkt nach Vorarlberg verlegt habe. Ich habe ihm extrem viel zu verdanken und es ist unfassbar cool, dass ich jetzt in seine Fußstapfen treten darf“, betont die gebürtige Niederösterreicherin. „Die Arbeitsstelle meines Mentors zu übernehmen ist einerseits eine große Ehre und Auszeichnung, anderseits aber auch eine hohe Messlatte. Deshalb bin ich froh und glücklich darüber, dass Wolfram angeboten hat, mir mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.“
Dass Pribitzer die fachliche Befähigung hat, stellte sie vor wenigen Tagen bei der internen ÖSB-Qualifikation unter Beweis und sicherte sich einen Startplatz im Luftgewehr für die Weltmeisterschaft Mitte Oktober in Kairo. Zumindest bis zu den Sommerspielen in Paris will die 25-jährige Pribitzer, die Ende Juni ihre Prüfung als lizenzierte Trainerin an der Bundessportakademie Graz ablegte, ihre Karriere als Aktive neben ihrer Tätigkeit als Landestrainerin ausüben.
Parallel dazu schreibt Pribitzer gerade die Abschlussarbeit ihres BWL-Masterstudiums an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Salzburg. „Auf mich wartet eine spannende Zeit, und fad wird mir in nächster Zeit ganz sicher nicht. Doch ich freue mich extrem auf den spannenden neuen Lebensabschnitt.“ VN-JD
„Nach zehn Jahren ist es legitim, sich einer neuen Herausforderung zu stellen.“
