Ein Remis mit dem letzten Atemzug

Sport / 23.09.2022 • 22:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Luca Raschle war mit seinen zehn Treffern dafür verantwortlich, dass Hard in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen bleibt.<span class="copyright">gepa</span>
Luca Raschle war mit seinen zehn Treffern dafür verantwortlich, dass Hard in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen bleibt.gepa

Alpla HC Hard lässt beim 26:26 zuhause gegen Westwien erstmals Federn.

Hard Der Favorit aus Hard wankte, aber am Ende fiel er nicht. Doch die Mannschaft von Hannes Jon Jonsson musste in der Sporthalle am See gegen Handball Westwien lange leiden, um sich schlussendlich zumindest über einen Punkt beim 26:26 freuen zu können.

Große Freude schwang jedoch nach dem Schlusspfiff auf Seiten der roten Teufel vom Bodensee nicht mit, zu harmlos und fahrlässig agierte man gegen die junge Truppe aus der Bundeshauptstadt über 60 Minuten. Luca Raschle, Hards Evergreen auf dem Flügel, brachte es auf den Punkt: „So ehrlich muss man sein: Am Ende können wir sicherlich mit dem Remis gut leben, denn alles in allem war es kein guter Auftritt von uns als gesamtes Team.“

„Wir müssen mit dem Remis leben. Immerhin haben wir bis ans Ende dafür gekämpft.“

Luca Raschle, Topscorer Alpla HC Hard

So konnte der zehnfache Torschütze und „Man of the Match“ auf Harder Seite auf die Moral seiner Mannschaft verweisen, „denn zumindest haben wir bis zum Ende für das Remis gekämpft und es dann auch geholt“. Immerhin ein Faktor, auf den man mit Blick auf das Europacupmatch am kommenden Dienstag (18.45 Uhr) im Heimspiel gegen HC Butel Skopje (Mkd) setzen kann.

Westwien machte es den Hausherren über 60 Minuten lang richtig schwer.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Westwien machte es den Hausherren über 60 Minuten lang richtig schwer.gepa

Kraftakt nötig

Spielerisch wird man sich definitiv steigern müssen. Wobei anzumerken ist, dass die junge Truppe aus Wien eine blitzsaubere Leistung ablieferte, die Hausherren von Beginn weg nicht in den Rhythmus kommen ließ. Dementsprechend holprig verlief die erste Halbzeit, schließlich ging die Jonsson-Truppe mit einem 12:11-Vorsprung in die Pause.
Doch der Start in die zweite Halbzeit schmeckte überhaupt nicht. Westwien drehte das Spiel schnell (36./16:14), Hard war ab diesem Zeitpunkt immer zum Aufholen gezwungen. So sehr sich Dominik Schmid, der kurz vor Ende die rote Karte sah (55.), und Co. auch mühten, die Wiener hatten immer eine Antwort parat. So brauchte es in den letzten 90 Sekunden der Partie, die Gäste führten mit 26:24, einen Kraftakt, um die erste Niederlage der Saison abzuwehren. Der auch gelang. Zuerst traf Lukas Schweighofer zum 25:26, den Schlusspunkt zum umjubelten Ausgleich setzte Srdjan Predragovic 19 Sekunden vor Abpfiff.

Handball, HLA Meisterliga

Grunddurchgang, 4. Spieltag

Alpla HC Hard – SG Handball Westwien26:26 (12:11)

Sporthalle am See, SR Leskovec/Vidic; Zeitstrafen: 7 bzw. 3; Rote Karte: 54. Schmid

Torfolge: 10. 3:4, 20. 9:7, 35. 14:16, 47. 18:21, 52. 21:21, 55. 21:24, 59. 24:26

Alpla HC Hard: Edionwe, Doknic; Antanavicius, Maier, Schmid 1, Raschle 10/1, Stevanovic 2, Wüstner 1, Mischi, Lürzer, Schwärzler 1, Schnabl 1/1, Predragovic 3, Schweighofer 1, Horvat 2, Stojanovic 4

SG Handball Westwien: Möstl, Kaiper; Derdak 2, Mahr 3/2, Elias Kofler 2, Pfeifer 2, Lastro 7/4, Huber 2, Paulnsteiner, Jelinek, Gabriel Kofler, Mittendorfer 3, Meleschnig, Bryslawski, Samuel Kofler 4, Katic 1