Er will es noch einmal wissen

Johannes Bischofberger versucht nach langer Pause ein Comeback.
Klagenfurt „Das Kapitel Eishockey war für mich bereits in der Endphase“, gibt Johannes Bischofberger zu. Der 28-jährige Dornbirner zweifelte als Folge einer schweren Gehirnerschütterung lange an einer Rückkehr auf das Eisfeld. Nur gerade fünf Spiele absolvierte der schnelle Flügelstürmer in der abgelaufenen Saison für den KAC. „Ich bin jeden Morgen mit Kopfweh aufgewacht, das lässt sich mit dem Leistungssport nicht verbinden. Der Körper gab mir Warnsignale, auf die wollte ich hören.“
Mit Tabletten linderte Bischofberger sein Schmerzen, „aber ich habe mich nicht wie ich selbst gefühlt. Ich wollte aber eine dauerhafte Lösung, suchte eine Antwort abseits der Schulmedizin.“ In einem Institut im deutschen Hennef, spezialisiert auf Schmerzen, Post-Covid-Erkrankungen, Entzündungen oder Depressionen, scheint er diese Lösung gefunden zu haben. „Die Therapie in dieser Klinik hat meinen ganzen Lebensstil verändert“, sagt der Nationalteamspieler. „Von der Ernährung angefangen, über den Tagesablauf bis hin zu den Schlafgewohnheiten.“ Am Ende stand in der vergangenen Woche eine erste Trainingseinheit auf und abseits vom Eis mit seiner Mannschaft in Klagenfurt. „Das Feedback vom Klub war äußerst positiv.“ Wie auch der erste Leistungstest. „Es geht überraschend gut. Ich kann immer noch meine Leistung abrufen, das stimmt mich optimistisch. Ich fühle mich wieder wie ein Mensch, der Struktur im Leben hat. Und ich habe die Energie, die ich seit Langem vermisst habe, zurück. Ich weiß, dass viel Arbeit wartet. Ich bin mir natürlich auch im Klaren, dass sich dieser Prozess wieder ändern könnte.“ VN-KO
„Ich fühle mich wieder wie ein Mensch, der Struktur in seinem Leben hat.“