VN.at-Eliteliga als Live-Spektakel

Die neue Saison wird am Freitag mit dem Heimspiel von Aufsteiger FC Hörbranz eröffnet.
Schwarzach Nach der Aufstockung auf 14 Klubs dürfen sich die Fußballfans auf sieben Livespiele pro Wochenende in der VN.at-Eliteliga freuen. Die VN haben sich wenige Tage vor dem Start bei den sieben Cheftrainern umgehört. Sie alle haben eine intensive Phase mit sehr vielen Transferbewegungen hinter sich. Mit Jürgen Maccani beim SC Göfis sowie Daniel Sereinig (FC Lauterach) gibt es auch zwei neue Coaches an der Seitenlinie.
Den Worten der Übungsleiter nach ist eine spannende Meisterschaft zu erwarten, zumal sich kein Verein in der Favoritenrolle sieht. Die Erwartungshaltung an die eigene Mannschaft bzw. die Zielsetzung für die anstehende Saison wird zudem meist unterschiedlich interpretiert. So spricht Sereinig klar davon, dass eine Top-Fünf-Platzierung ein „zu hoch gestecktes Ziel“ wäre. Man habe im Frühjahr doch einiges an Lehrgeld zahlen müssen. Jetzt gelte es, die eigenen Spieler in die Kampfmannschaft zu integrieren.
Neue Ära beginnt
Im Leiblachtal bricht eine neue Fußball-Ära an, schafften doch sowohl der SV typico Lochau als auch Rupp Food Austria FC Hörbranz den Aufstieg in die Eliteliga. Damit steigen wieder zwei prestigeträchtige Derby vor vielen Zuschauern. „Die Testphase gibt uns Mut und Optimismus“, sagt der 35-jährige Matthias Koch. Seit dem 1. Jänner 2022 ist der ehemalige Profi – u. a. Altach und Sturm Graz – als Trainer in Hörbranz tätig. Jetzt, so Koch, gelte es, sich in der Liga zu etablieren. „Die Vorfreude ist jedenfalls groß.“ Das gilt auch für seinen Kollegen Aydin Akdeniz (42), der froh darüber ist, dass es in Lochau gelungen sei, „den Großteil der letztjährigen Mannschaft zu halten“.
Auftaktgegner der Hörbranzer am Freitag (18.30 Uhr) ist das Amateureteam von Austria Lustenau. Dort sieht sich Trainer Mohammed Gerdi (41) vor allem in der Ausbildungsrolle. „Die Mannschaft wurde nochmals verjüngt. Damit fehlt es uns an Erfahrung und Routine.“ Positiv: Mit 23 Spielern und zwei Torhütern verfügt man über einen großen Kader. Einziger Vertreter aus dem Oberland ist der FC Nenzing, wo Trainer Rene Wachter (44) mit Andre Breitfuß, Esref Demircan, Semi Yasar, Haris Mehmedagic und Eric Weixlbaumer auf ein erfahrenes Quintett zurückgreifen kann.
„Ich sehe für diese Saison die ,alten‘ Eliteligavereine klar in den Rollen der Favoriten.“

Wir haben die Mannschaft stark verjüngt, deshalb müssen wir noch ein wenig Geduld zeigen. Denn: Mit unseren Routiniers Emre Demir, Dominik Fessler und Sefa Gaye zusammen sollten wir ein Team haben, das sich unter den Top Fünf platzieren kann. Lukas Lang, FC Brauerei Egg

Wir sind der Vereinsphilosophie, möglichst viele Eigenbauspieler einzusetzen, treu geblieben. Das erste Ziel ist es, nichts mit den Abstiegsrängen zu tun zu haben. Deshalb haben wir viel an unserer defensiven Stabilität gearbeitet. Jürgen Maccani, Kaufmann Bauwerkzeuge SC Göfis

Bei uns steht der Ausbildungsgedanke klar im Mittelpunkt. Wir wollen unsere jungen Spieler gut ausbilden. Natürlich fehlt es in der Mannschaft an Routine und Erfahrung, andererseits gibt es seitens des Vereins absolut keinen Druck. Mohammed Gerdi, SC Austria Lustenau

Wir wollen in erster Linie unsere starken Leistungen aus dem Vorjahr bestätigen. Es gilt einfach, sich in der neuen Liga zu etablieren. Mit Julian Rupp sowie Christian Mendes haben wir zwei Routiniers verloren. Die Jungen sind gefragt. Matthias Koch, Rupp Food Austria FC Hörbranz

Das Gerüst der Mannschaft steht und zeichnet sich durch Routine aus. Unser Ziel ist es, unserem treuen Anhang wieder attraktiven, offensiven Fußball zu bieten. Vor allem wollen wir jedoch nichts mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun haben. Rene Wachter, FC Nenzing

Mit der tollen Vorsaison haben wir uns die Latte selbst hoch gelegt. Es wird mit Sicherheit eine ausgeglichene Liga. Unsere Stärke ist das Kollektiv. Trotz der Abgänge von Betsch und Akyildiz wollen wir natürlich vorne mitspielen. Rene Fink, Holzbau Sohm FC Alberschwende

Die Mannschaft steckt noch in der Entwicklungsphase. Deshalb ist eine exakte Einschätzung der Leistungsstärke kurz vor Saisonstart extrem schwer. Aber natürlich wollen wir in der Saison in der oberen Tabellenhälfte mitspielen. Daniel Sereinig, Intemann FC Lauterach

Über viele Jahre haben wir stark von unserem Brasilianer gelebt, in dieser Saison probieren wir es ganz ohne einen Legionär. Oberstes Ziel des Vereins ist deshalb der Klassenerhalt. Das halte ich für durchaus machbar. Rene von der Thannen, Ober-hauser&Schedler Bau FC Andelsbuch

Das Ziel ist es, unseren Weg mit dem Einbau von vielen Eigenbauspielern weiterzugehen. Positiv ist sicherlich, dass viele Spieler über den Sommer beim Verein geblieben sind. Insgesamt sehe ich meine Mannschaft in der Herausfordererrolle. Aydin Akdeniz, SV typico Lochau

Den Aufstieg als unbedingtes Ziel auszusprechen, wäre der falsche Ansatz. Aber natürlich wollen wir in der Liga eine gute Figur abgeben. Deshalb haben wir uns auch mit Torjäger Julian Rupp verstärkt. Er ist ein Vorbild für unsere jungen Spieler. Klaus Nussbaumer, Zima FC Rotenberg

Vom Kader her sind wir gut und breit aufgestellt. Ich denke, wir können für einige Überraschungen sorgen, auch wenn wir eine sehr junge Mannschaft haben. Vor allem unsere neuen Brasilianer Oliveira Almeida und Marcelo de Souza sind extrem stark. Philipp Hagspiel, FC Lustenau 1907

Wir konnten die gute Qualität im Kader mit gezielten Einkäufen noch einmal anheben. In der Vorbereitung haben wir an der Stabilität in der Defensive gearbeitet. Die Mannschaft hat das Zeug, sich unter den Top Fünf in der Liga zu klassieren. Herbert Sutter, Maldoner Elektrotechnik FC Hard

Unser großer Pluspunkt nach der kurzen Vorbereitung ist sicherlich die Tatsache, über eine eingespielte Truppe zu verfügen. Aus meiner Sicht gehören wir in der Liga zu den Top Fünf, und das wollen wir auch auf dem Platz zeigen. Herwig Klocker, SC Admira Dornbirn

Können wir in Bestbesetzung antreten, dann können wir gegen jeden Gegner in der Liga bestehen. Allerdings haben wir einen sehr kleinen Kader. Meine Doppelfunktion als Trainer und Spieler macht Spaß, ist allerdings auch sehr herausfordernd. Maximilian Knuth, blum FC Höchst