Ligabetrieb in der Türkei unterbrochen

Sport / 12.12.2023 • 23:08 Uhr

Istanbul Die Meisterschaft in der Türkei wird von einem Skandal überschattet. Nach dem Ende des 1:1 zwischen Ankaragücü und Rizespor am Montag spielten sich wüste Szenen ab. Schiedsrichter Halil Umut Meler wurde von mehreren Personen attackiert. Zu den Übeltätern gehörte auch Faruk Koca, der Präsident von Ankaragücü. Die Verantwortlichen des nationalen Fußballverbandes reagierten mit der Verschiebung aller Ligaspiele „auf unbestimmte Zeit“ und kündigten „härteste“ Strafen an.

Bilder zeigen, wie Koca auf den Schiedsrichter losging und ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. Meler sank zu Boden und hielt sich die Hände vors Gesicht, während weitere Beteiligte auf ihn eintraten. Die Menschentraube löste sich erst auf, als Sicherheitskräfte einschritten. Meler wurde in die Kabine eskortiert. Unter seinem linken Auge hatte sich eine starke Schwellung gebildet. Gegen Koca und zwei weitere Verdächtige wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen. Der Grund für Kocas Ausraster dürfte dessen Wut über Entscheidungen des Referees gewesen sein. Rizespor hatte in der 97. Minute zum 1:1 getroffen.