Deshalb ist das Westderby das erste von acht Endspielen

Altach kämpft am Freitag (19.30 Uhr) gegen die WSG Tirol gegen und um den Fortbestand einer Serie.
Altach Es ist eine neue Erfahrung, doch am Ende keine befriedigende. Denn der klubinterne Bundesligarekord von vier Remis in Folge löst beim Cashpoint SCR Altach keine Zufriedenheit aus. Zu groß ist die Diskrepanz zwischen dem xG-Wert – die Rheindörfler führen in der Qualigruppe die Tabelle, berechnet aus der Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuss zu einem Tor führt, an – und den nackten Ergebnissen.
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„Keiner schießt absichtlich daneben, das passiert einfach, dass wir das Tor nicht treffen.“
Christian Gebauer über die mangelhafte Chancenauswertung
Es ist nun an Altach, den Zahlen einen positiven Anstrich zu geben. War man doch zuletzt vor zwei Jahren fünf Spiele in Folge ungeschlagen geblieben. Ein voller Erfolg würde zudem das Ende von neun Spielen (inklusive Cup) ohne Sieg – fünf Remis, vier Niederlagen – beenden. Eine Serie ähnlicher Art hatte in der Vorsaison ja die Ära von Miroslav Klose beendet.
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Der große Unterschied
Doch es sind die liegen gelassenen Tormöglichkeiten, die in den Schlagzeilen der vergangenen Wochen den vielfach erfrischenden Kurzpass-Fußballstil der Standfest-Schützlinge überdecken. „Natürlich spielt auch der Kopf eine Rolle“, will Altachs Tiroler, Christian Gebauer, auch gar nicht nach Ausreden suchen. Dabei gehört der 30-Jährige explizit zu jenen im Team, deren Formkurve nach oben zeigt. Der Offensivspieler profitiert von der Neuausrichtung der Spielweise unter Cheftrainer Joachim Standfest und vom guten Klima im Team. Das respektvolle Miteinander sowie der interne Zusammenhalt sind Ausdruck der neuen Kultur im SCRA-Campus. Dass sich diese Tatsache nicht in Toren niederschlägt, nimmt Gebauer auch auf seine Kappe, verrückt machen lässt er sich dadurch nicht. „Wir sind ganz gut in Form“, lautet seine Kampfansage an seine Landsleute. Dabei hat Gegner WSG Tirol ebenfalls schnell in den Play-off-Modus gefunden. Sieben Punkte in den letzten vier Spielen sind der sichtbare Beweis für mehr Selbstvertrauen der Mannen des mit Saisonende scheidenden Trainers Thomas Silberberger (50).
Admiral Bundesliga
Qualifikationsgruppe
3. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs WSG Tirol 5. April
Altach, Cashpoint Arena, 19.30 Uhr, SR Sebastian Gishamer (S)
Teamnews
CASHPOINT SCR ALTACH
AUFSTELLUNG (4-3-3) Stojanovic – Ingolitsch, Reiner, Koller, Ouédraogo – Demaku, Jäger, Bähre – Gebauer, Nuhiu, Fadinger
ERSATZ Schützenauer – Jan Jurcec, Diawara, Estrada, Bahloul, Ouédraogo, Lukacevic, Lukas Gugganig
ES FEHLEN Reiter, Prietl (beide rekonvaleszent), Gustavo Santos (Muskelfaserriss)
WSG TIROL
AUFSTELLUNG (5-3-2) Stejskal – Sulzbacher, Bacher, Okungbowa, David Gugganig, Kofi Schulz – Taferner, Müller, Ogrinec – Diarra, Prelec
ERSATZ Geris – Blume, Buksa, Naschberger, Ranacher, Schermer, Üstündag
ES FEHLT Stumberger (Kreuzband), Kronberger (Aufbautraining)
Für Altach also markiert spätestens das heutige (19.30 Uhr) Westderby in emotionaler Hinsicht den Start in die vorentscheidende Phase der Saison. Wartet doch am 13. April das Derby in Bregenz – und ab dem Zeitpunkt sind es nicht mehr allein die Leistungen, die spielentscheidend sein werden. Umso wichtiger wäre das Gefühl eines ersten Sieges im Jahr 2024. Zumal der Zeitpunkt idealer nicht ist. Trifft man doch auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und würde damit zwei Fliegen auf einen Streich schlagen. Zum einen den Abstand zum Führungsduo verringern, zum anderen sich mehr Luft nach hinten verschaffen – wenn auch vorerst nur für einen Tag.
Gustavo Santos fällt länger aus
Zumindest zwei Spiele wird Gustavo Santos verpassen. Der 27-jährige Brasilianer muss aufgrund eines Muskelfaserrisses pausieren. Damit wird der Stürmer einmal mehr aus seinem Spielrhythmus geworfen. Sein logischer Ersatz? Routinier Atdhe Nuhiu (34).