Deshalb setzt Altach vermehrt auf heimische Talente

Sport / 06.06.2024 • 21:18 Uhr
Fußball, AKA und Altach, Didi Berchtold und Roland Kornexl, vielleicht ist auch ein Spieler dabei, Paul Piffer
Altachs Roland Kirchler nutzte den Besuch in der Fußballakademie bei Leiter Didi Berchtold (rechts) auch für einen kurzen Austausch mit Torhüter Paul Piffer. Steurer

Der Bundesligaclub haucht dem Schulterschluss mit der Fußballakademie Mehrerau mehr und mehr Leben ein. Die Juniors bilden dabei die ideale Plattform für den Einstieg ins Profileben.

Bregenz Sind SCRA-Sportdirektor Roland Kirchler und AKA-Vorarlberg-Leiter Didi Berchtold erst einmal in Fahrt, sind sie nicht mehr zu stoppen. Unendlich lange könnten die beiden Ex-Profis über Nachwuchsarbeit philosophieren und von den Erfahrungen erzählen. Kein Wunder, denn als ehemaliger AKA-Tirol-Chef ist Kirchler seit langer Zeit im ständigen Austausch mit Berchtold. Beide schätzen sich sehr. „Einer meiner ersten Wege in Vorarlberg führte mich zu Didi. Das sage ich jetzt nicht als Show. Vielmehr verbindet uns eine Freundschaft.“

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Ein durchgängiges Konzept

„Ich arbeite gerne mit jungen Österreichern zusammen. Und wenn wir die Chance haben, die besten Vorarlberger zu verpflichten, wollen wir dies auch nützen. Zumal die Arbeit in der Mehrerau hervorragend ist“, streut Kirchler seinem Gesprächspartner Rosen. Doch es sind nicht nur leere Worte, beide begegnen sich auf Augenhöhe. Zumal sie wissen, dass der Weg eines Talents nicht gleich in die Bundesliga führen kann. „Wir bilden die Spieler aus, es ist vergleichbar mit einer Lehre. Aber du bist nicht gleich Meister, nur weil du in den Männerfußball wechselt“, sagt Bercthold – und ergänzt: „Wichtig ist, sich mit den Spielern zu beschäftigen und sie zu begleiten.“ Deshalb ist auch für den Bludenzer das Juniors Team des SCR Altach in der Regionalliga die „ideale Schnittstelle“. Kirchler nennt die Juniors eine „Mega-Übergangsplattform”. „Auch ich habe meine Karriere bei Wattens in der Regionalliga begonnen und bin dann über die 2. Liga in die Bundesliga aufgestiegen.“ Schon in dieser Saison spielten die Juniors teilweise mit sechs, sieben ehemaligen AKA-Spielern. Einer davon ist Torhüter Paul Pfiffer. Der 18-Jährige, derzeit im Maturastress, gilt als großes Talent und geht wohl als Nummer drei in die kommende Saison. „Roland ist einer, der vor allem das Positive in einem Spieler sieht“, sagt Berchtold. Für Kirchler wichtig: „Wir erhalten hier wirklich die besten Infos.“

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Dass Spieler wie Filip Milojevic (Leverkusen), Mauro Hämmerle (Augsburg) oder Yanick Spalt (Stuttgart) den Ausbildungsweg im Ausland suchen, sieht er sehr entspannt. Zumal Ersterer durchaus noch diesen Sommer in Altach landen könnte. „Sie sollen wissen, dass sie bei uns den nächsten Schritt machen können.“ Neu für Talente ist eine kleine Fördergruppe bei den Juniors. Zudem dienen mehr Trainingseinheiten mit dem Bundesligakader dem durchgängigen Heranführen an die Profimannschaft.

In Anlehnung an das Ausbildungskonzept der Englischen FA und Akademien wie Arsenal oder Manchester City wird die physische Entwicklung der Jungprofis gefördert, erhalten sie ein positionsspezifisches Training und eine taktische Förderung. Betreut werden sie diesbezüglich vom Staff der Profis.

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Im Werben der Verantwortlichen des SCR Altach um den Ex-Austria-Lustenau-Spieler Lukas Fridrikas zeichnet sich ein Ende ab. Vieles deutet darauf hin, dass der 26-jährige Stürmer das Angebot der Rheindörfler annimmt. Fridrikas gilt als Wunschkandidat von Trainer Joachim Standfest und hat seit Tagen ein Angebot vorliegen.