Hier glänzt Marco Rossi mit einem Doppelpack

Sport / 01.01.2025 • 11:03 Uhr
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Marco Rossi war der Matchwinner für Minnesota gegen Nashville. ap

Der Rankweiler verbucht beim 5:3-Sieg Minnesotas gegen Nashville drei Scorerpunkte.

St. Paul Zwei Treffer und eine Vorlage. Marco Rossi ersetzte gegen Nashville den weiterhin verletzten Torjäger Kirill Kaprisov perfekt. Der 23-Jährige aus Rankweil verdiente sich beim 5:3-(1:2, 3:1, 1:0)-Erfolg vor 19.145 Zuschauern im Xcel Center mit dem ersten und dem letzten Tor, sowie einer Vorlage, die First-Star-Auszeichnung der Partie. Drei der Wild-Tore fielen im Powerplay, Gustavsson wehrte 43 Schüsse ab. Minnesota steht nach 38 Spielen mit 50 Punkten da, liegt in der Tabelle der Western Conference weiter auf Platz drei.

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Einen Schuss von Mats Zuccarello lenkte Rossi mit dem Körper vorbei an Torhüter Justus Annunen zum 1:0 (8.) ins Nashville-Gehäuse, es war sein 13. Saisontreffer. Damit war es aber mit Minnesotas Herrlichkeit im Startdrittel vorbei. Zwei Aussetzer von Yakov Trenin, der die beiden Tore von Nashville mit Fehlpässen einleitete, drehten das Spiel: Filip Gustavsson war gegen Colton Sissons (11.) und Jonathan Marchessault (16.) machtlos. Trenin ließ bereits in der Startminute die erste Möglichkeit für Minnesota aus, weitere von Rossi (5.) und Joel Eriksson Ek (13.) folgten. Nach der Wild-Führung übernahmen die Predators das Geschehen, Brady Skjei (4.), Roman Josi (5.) und Filip Forsberg (7.) forderten Gustavsson. Gleich zwei Auseinandersetzungen hintereinander in Minute drei gaben der Partie zusätzliche Würze. 

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Abklatschen mit den Teamkollegen. ap

Mit offenem Visier ging es im Mitteldrittel weiter. Rossi (21.) bemühte im Powerplay Annunen zweimal, Johansson (22.) scheiterte mit einem Rückhandversuch. Nach einem Foul von Zach L’Heureux war für Kapitän Jared Spurgeon die Partie zu Ende, der Verteidiger verdrehte sich beim Sturz in die Bande den Fuß. Im Powerplay verwerte Zuccarello einen Pass von Erikson Ek zum 2:2 (27.), Goalie Gustavsson bekam den zweiten Assist gutgeschrieben. Jonas Brodin legte – nachdem Rossi den Puck erobert hatte – mit einem satten Schuss zur 3:2-Führung (29.) nach. Eine Unordnung in der Wild-Abwehr nutzte Ryan O’Reilly mit einem Abstauber zum 3:3 (33.). In Überzahl jagte Declan Chisholm den Puck von der blauen Linie zur 4:3-Führung (38.) unter die Latte.

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Rossi drückte im Fallen beim fünften Minnesota-Powerplay des Abends den Puck zum 5:3 (48.) über die Linie, zuvor hatte er die Zwei-Minuten-Überlegenheit gegen den Schweizer Starverteidiger Roman Josi herausgeholt. Turbulent wurde es vor dem Wild-Gehäuse, als knapp vier Minuten vor Schluss Nashville Torhüter Annunen vom Eis nahm und zuerst mit einem sechsten Feldspieler, nach Strafen dann bei fünf gegen vier, auf den Torerfolg drängten. Aber zuerst kratzte Faber (59.) das Spielgerät von der Linie, Gustavsson war gegen Forsberg (58.), Steven Stamkos (59.) und O’Reilly (59.) Herr der Lage.

Eishockey
Joel Eriksson mit dem in der Kabine ausgezeichneten Marco Rossi. VN

Rossi stand bei 18 Wechsel 19:18 Minuten auf dem Eis, schoss (wie übrigens auch Josi) siebenmal aufs Tor und gewann 12 (von 15) seiner Anspiele. Nach 38 Spielen hält er bei 32 Punkten, 14 davon sind Tore. Bei der Drei-Sterne-Wahl der besten Spieler setzte sich Rossi gegen Gustavsson und Brodin durch. Es war das fünfte Mehrpunkte-Spiel des österreichischen Nationalteamstürmers in der NHL, in der Scorerliste liegt er auf Platz 52. „Marco hat einen hervorragenden Job beim Bully gemacht“, lobte Trainer John Hynes. „Sein Spiel ist gefestigt, seine Schnelligkeit, das Zweikampfverhalten ist über das ganze Spielfeld perfekt und er geht mehr und mehr in die Zone rund ums Tor. Das ist auf seinen natürlichen Charakter zurückzuführen. Und wenn man Talent, Schnelligkeit und das Gefühl, welches  Marco hat, mit Arbeitsmoral und Wettkampfverhalten auf eine konstante Basis bringt, dann kommt das Spiel auf einen anderen Level.“ Die Mannschaft adelte Rossi in der Kabine, Trenin überreichte dem „Australier“ das nach jedem Spiel neu vergebene Schild für den besten Akteur des Abends. 

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 Matt Boldy und Joel Eriksson feiern den Treffer von Marco Rossi (Nummer 23). ap

Im neuen Jahr geht es für Minnesota am Freitag (1 Uhr) mit dem Auftritt in Washington weiter. KO