Vergoldete Auftritte im Heimrevier

RV Wiking Bregenz überzeugt bei Premieren-Titelkämpfen im Coastal Rowing – sportlich und organisatorisch.
Bregenz Mit einem organisatorisch wie sportlich gelungenen Debüt hat der Ruderverein Wiking Bregenz am vergangenen Wochenende Geschichte geschrieben: Am Bodensee ging die erste österreichische Meisterschaft im Coastal Rowing über die Bühne – eine Disziplin, die noch jung ist, international aber seit Jahren boomt. Rund 60 Athlet:innen maßen sich in den zwei Disziplinen Beach Sprint und Endurance – und lobten unisono die perfekte Umsetzung der Veranstaltung durch den Gastgeberverein.

Austragungsort der Premiere waren das Strandbad und der Strand vor dem Clubgelände des RV Wiking. Dort wurden die Rennen bei idealen Wetterbedingungen und gutem Wellengang ausgetragen – Bedingungen, die in der wellenresistenten Variante des Ruderns nicht unwesentlich sind. Besonders der Beach Sprint mit Start und Ziel am Ufer sorgte für packende Bilder und starke Emotionen.

Bronze für Stenzel im Beach Sprint
Aus sportlicher Sicht durfte sich der ausrichtende RV Wiking nicht nur über das Lob der teilnehmenden Vereine, sondern auch über einen kompletten Medaillensatz freuen. Für das sportliche Highlight aus Sicht des Heimvereins beim Beach Sprint sorgte Amelie Stenzel: Die Juniorin errang im Einer nach einem souveränen Lauf im Viertelfinale und einer Niederlage gegen die spätere Meisterin Esther Schöberl (Donau Wien) die Bronzemedaille. Im Duell um Platz drei ließ sie Alena Lux (Wels) klar hinter sich – ein versöhnlicher Abschluss einer bis dahin krankheitsbedingt verkorksten Saison.



Im Elitebereich war das Glück den Wikingern im Beach Sprint weniger hold: Ina Vonach scheiterte trotz starker Leistung im Zeitfahren durch ein Missverständnis vorzeitig im Viertelfinale. Auch Alexander Meßmer und Dominik Reimann mussten sich nach soliden Zeitfahrleistungen (Platz vier und sechs) in der ersten K.-o.-Runde geschlagen geben – beide gegen spätere Finalisten: Meßmer unterlag Justus Gschaider (Ister Linz), Reimann dem neuen Meister Paul Ruttmann (Gmunden). Bei den Frauen sicherte sich Weltmeisterin Magdalena Lobnig (Völkermarkt) souverän den Titel.



Im Mixed-Doppelzweier kam es für das Wiking-Duo Vonach/Meßmer nach der fünftschnellsten Zeit in der Qualifikation zu einem frühen Aus im Viertelfinale – erneut gegen die spätere Siegerpaarung: Magdalena Lobnig und Nikolaj Wrienz (Völkermarkt).
Titel-Doppelpack bei Junioren
Am zweiten Tag stand der Endurance-Bewerb auf dem Programm – und hier schlug die große Stunde der Gastgeber. Den Auftakt machten Ina Vonach und Amelie Stenzel im Frauen-Doppelzweier, die sich hinter den überragenden Schwestern Katharina und Magdalena Lobnig die Silbermedaille sicherten.
Dann folgte ein doppelter Goldjubel in der Juniorenklasse: Lilli Sinz und Madeleine Stenzel holten im Doppelzweier der Mädchen mit 20 Sekunden Vorsprung die Goldmedaille.




Noch größer war der Vorsprung bei den Burschen: Jerrik Giselbrecht und Philipp Baaken-Buchrieser triumphierten in ihrer Klasse ebenso souverän und rundeten mit dem zweiten Meistertitel des Tages eine gelungene Bilanz für den RV Wiking Bregenz ab.


Das positive Feedback der Teilnehmer:innen, die spannende Rennatmosphäre und der Medaillensatz für das Heimteam lassen jedenfalls keinen Zweifel: Diese Premiere war mehr als geglückt – und der RV Wiking hat sich als idealer Standort für weitere Regatten in dieser Disziplin empfohlen.