Grenzenloses Lauferlebnis

Sport / 10.10.2025 • 17:44 Uhr

Rekord-Teilnehmer:innen-Feld sorgt für neuen Glanz beim Sparkasse 3-Länder-Marathon.

Bregenz Das Wort “Rekord” ist in der langen Geschichte des Sparkasse-3-Länder-Marathons schon ein “geflügeltes Wort”. Sportlich sind es die Zeiten, die beim Großevent immer wieder im Mittelpunkt stehen, doch das 18. Marathon-Wochenende im Dreiländereck ist noch viel mehr. Allein die Tatsache, dass alle zwölf Mitglieder des OK-Teams ehrenamtlich arbeiten, verleiht der Veranstaltung in dieser Größenordnung ein Alleinstellungsmerkmal.

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Logistische Herausforderung

“No border, no limit” – grenzenlos ist das Motto. Und doch sorgt das Rekord-Teilnehmer:innenfeld dafür, dass logistisch in neuen Sphären gedacht werden muss. Ein “Mehr” an Transportmöglichkeiten, an Helfern und eine erstmals kreuzungsfreie Laufstrecke werden am Sonntag für viel Bewegung zwischen Lindau und St. Margrethen sorgen. Zumal das Credo von OK-Chef Robert Küng stets heißt: Unser oberstes Ziel ist es, allen Läufer:innen ein sicheres und hochwertiges Marathon-Erlebnis zu bieten.”

Grenzenloses Lauferlebnis

Eine stolze Zahl

Es ist der Marathon, der vor allem Rennleiter Günter Ernst (54) am Herzen liegt, auch weil dessen Teilnehmeranzahl eine internationale Benchmark darstellt. “Nach der Pandemie hatten wir Sorge, ob wir 1000 Starter haben werden. Heute sind wir bei über 2.700. Darauf dürfen wir wirklich stolz sein.” Zumal Anmeldungen aus 96 Nationen auch überregional einen absoluten Spitzenwert darstellen.

Grenzenloses Lauferlebnis
Grenzenloses Lauferlebnis

Die Streckenrekorde von 2:09:15 (2023) durch den Kenianer Mark Kiptoo bzw. 2:26:08 (2024) durch die in Äthiopien geborene Helen Bekele werden wohl weiter Bestand haben, wenngleich mit der Deutschen Rabea Schöneborn bei den Frauen eine Topathletin am Start ist. Die 31-Jährige, die ein Psychologiestudium abgeschlossen hat, stammt aus einer Sportfamilie. So “fightete” sie gegen ihre Zwillingsschwester Deborah um das Ticket für den olympischen Marathon 2021 in Tokio.

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Duell der Zwillingsschwestern um Olympiaticket

Im Vorfeld fixierte sie mit 2:27:03 ihre bisherige Bestmarke – aufgestellt bei einem Rennen auf dem Flughafenfeld im holländischen Enschede. “Es war während der Pandemiezeit. Eigentlich wollte ich den Hamburg-Marathon laufen, doch dann wurde alles gestrichen. So waren wir dankbar, dass wir in Enschede auf einer Fünf-Kilometer-Runde die Möglichkeit für ein Rennen vorfanden”, erzählt die Deutsche, deren Mutter in Österreich lebt und deren Trainingszentrum oftmals in der Schweiz ist – passend zum Dreiländermarathon.

Grenzenloses Lauferlebnis

Am Ende fehlten ihr acht Sekunden auf die Zeit ihrer Schwester, die damit den Sprung zu Olympia schaffte. “Ansonsten hätte ich sie rausgekickt”, schmunzelt sie. Olympische Ehren erfuhr zudem ihre ältere Schwester Lena (39), die 2008 in Peking Einzelgold im Modernen Fünfkampf holte. Auch Rabea versuchte sich in jungen Jahren als Fünfkämpferin. “Ich war talentiert.” Doch es kam anders und jetzt wartet die Strecke des 3-Länder-Marathons.

Spettel erneut der Favorit

Viel reden ist nicht sein Ding, Patrick Spettel lässt lieber Taten sprechen. Dennoch: Vorarlbergs bester Marathonläufer hat sich für die am Sonntag ausgetragene Landesmeisterschaft über die 42,195 km lange Strecke einiges vorgenommen. Im Windschatten der Deutschen Rabea Schöneborn will er seinen Vorarlberger Rekord von 2:30 brechen. „Klar, es wäre schön, endlich mal unter 2:30 Stunden zu bleiben. Das wäre perfekt.“

Grenzenloses Lauferlebnis

Auf Ländle-Ebene ist die Konkurrenz für Spettel überschaubar. Allerdings freut sich der 36-Jährige auch persönlich, dass auch die Teilnehmerzahl für die Landesmeisterschaft gestiegen ist. Bei den Frauen gehört Anna Bohle vom hellblau.Powerteam mit einer Bestzeit von 3:15:38 zu den Topfavoritinnen. Als große Konkurrentin gilt Monika Lenzi (LSG Vorarlberg), deren Bestzeit von 3:04:35, sogar noch unter jener von Bohle liegt.

Der Samstag gehört den Kinder

Grenzenloses Lauferlebnis

Ganz im Zeichen der Kinder steht der Samstag am Marathon-Wochenende. Schon um 10.30 Uhr starten im Bregenzer Stadion die Kleinsten beim Fröschle-Marathon. Wie sehr der „Vorarlberg bewegt“-Kindermarathon bewegt, zeigen allein die Anmeldezahlen. „Wir werden wohl gegen 3000 Kinder im Stadion begrüßen dürfen“, strahlt Robert Küng. „Rund 900 starten allein beim Fröschle-Marathon.“ Seit vielen Jahren setzt sich der OK-Chef für den Nachwuchs ein. Dazu gehört auch „spark7 youth run“ über fünf Kilometer – ein „Lauf für Jugendliche und junge Erwachsene“ (Küng).
Wichtig für alle Schnellentschlossene: Nachmeldungen für alle Events sind vor Ort (Festspielhaus in Bregenz) noch möglich.