Zum Jahresabschluss: Lustenau mit glücklichem Sieg in Wels

Die Austria hat beim FC Hertha Wels Mühe, siegt aber dank Freistoß-Tor von Bouchenna mit 1:0.
Wels Im letzten Spiel des Jahres kann der SC Austria Lustenau bei Aufsteiger FC Hertha Wels spät einen knappen 1:0-Sieg einfahren. Beim direkten Freistoß von Mohamed-Amine Bouchenna haben die Grün-Weißen ordentlich Glück – sind aber wieder mittendrin im Aufstiegsrennen.

Der gesperrte Markus Mader – er musste nach einer Roten Karte gegen Liefering auf der Tribüne Platz nehmen und wurde von Co-Trainer Martin Schneider vertreten – veränderte seine Startaufstellung im Vergleich zum späten 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende auf vier Positionen: Mame Wade und Matthias Maak begannen wie auch die beiden Offensiven Haris Ismailcebioglu und Jack Lahne.
Zerfahrener Beginn
Bei dichtem Nebel im Welser Westen startete der FC Hertha Wels druckvoller, die Hereingaben bekam Lustenau verteidigt. Ansonsten war die Anfangsphase vor allem zerfahren, mehrere Behandlungsunterbrechungen ließen zunächst nicht wirklich einen Spielfluss entstehen. Mit Fortdauer der Partie fand auch Lustenau vermehrt in der Offensive statt, bei vertikal ausgespielten Umschaltsituationen zeigte Wels Lücken. Die beste Chance der ersten Hälfte fand Jack Lahne in Minute 28 vor, im Eins-gegen-Eins konnte Wels-Torhüter Kilian Schröcker noch abwehren. Das Problem war, dass die Austria ähnliche Situationen zu selten vorfand, weil nicht konsequent genug gekontert wurde. Mame Wade verfehlte zudem aus guter Abschlussposition vom Sechzehner knapp (39.). Bei Wels setzte Ex-Lustenauer Sebastian Feyrer einen Kopfball rechts neben das Tor (42.), ansonsten kam vom Aufsteiger nach gutem Beginn wenig.

Glückliches Siegtor
Dafür war Wels das Team, das besser aus der Pause kam. Sebastian Malinowski ließ mit einem Solo gleich drei Lustenauer stehen, der Abschluss ging am langen Eck vorbei (46.). Einen Freistoß zirkelte Feyrer direkt aufs Tor, Domenik Schierl kratzte ihn noch raus (58.), einen Kopfball aus kürzester Distanz setzte Luca Tischler neben das Tor. Die Austria hingegen suchte die Abschlüsse zu selten, spielte zu kompliziert, blieb ständig hängen.

Erst in der Schlussphase wurde der Druck größer, einen Schuss von Pius Grabher wehrte ein Abwehrspieler noch ab, ein Versuch von Lukas Ibertsberger rauschte vorbei (78.). Es brauchte einen Torwartpatzer von Schröcker, der einen Aufsetzer-Freistoß von Mohamed-Amine Bouchenna nicht halten konnte, der Ball fand via Innenpfosten den Weg ins Tor.

Durch den 1:0-Erfolg kann die Austria den Patzer von Tabellenführer SKN St. Pölten – die “Wölfe” verlieren bei Schlusslicht SW Bregenz mit 1:2 – ausnützen. Lustenau ist damit im Frühjahr wieder mittendrin im Aufstiegsrennen.
ADMIRAL 2. Liga, 17. Runde
FC Hertha Wels – SC Austria Lustenau 0:1 (0:0)
Wels, HUBER Arena; 950 Zuschauer; SR Alexander Harkam
Torfolge: 81. 0:1 Mohamed-Amine Bouchenna (Freistoß)
Gelbe Karten: 19. Obermüller, 82. Heinle (Trainer), 85. Swete (Sportdirektor), 90./+1 Conte bzw. 57. Wade, 61. Ibertsberger
SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Schierl – Gmeiner, Maak, Voisine, Ibertsberger – Wade, Grabher – Bouchenna, Diarra (89. Vucenovic), Ismailcebioglu (63. Ouattara) – Lahne (77. Jastremski)