Blau-Weiße Machtdemonstration im Derby

Favorit Feldkirch übernimmt mit seinem sechsten Heimsieg gegen den SSV Schoren die Führung in der Derbybilanz.
Feldkirch Mit einem deutlichen 35:28-Erfolg (16:13) hat der HC Sparkasse BW Feldkirch das 39. Ländle-Derby in der WHA-Meisterliga gegen den SSV Dornbirn-Schoren für sich entschieden und damit zum Jahresabschluss gleich mehrere Marken gesetzt. In der ewigen Derby-Statistik liegt Feldkirch nun mit 18 Siegen, vier Unentschieden und 17 Niederlagen erstmals alleine voran. Zudem bleiben die Blau-Weißen auch nach dem sechsten Heimspiel in Folge in dieser Saison zu Hause ohne Punktverlust.

Sieg und 320. Niederlage
Im 447. WHA-Spiel der Vereinsgeschichte feierten die Montfortstädterinnen ihren 180. Sieg. Für ie Messestädterinnen bedeutete die Niederlage im 601. Punktspiel in der höchsten Spielklasse des österreichischen Frauenhandballs bereits die 320. Niederlage.
Feldkirch festigte mit dem siebten doppelten Punktgewinn im neunten Saisonspiel seine Position in der Spitzengruppe und überwintert als Tabellenvierter mit 14 Punkten – vier Zähler hinter Leader WAT Atzgersdorf. Der SSV Dornbirn-Schoren hingegen, der als einziges Team bereits elf der 22 Partien im Grunddurchgang absolviert hat, rutschte nach der dritten Niederlage in Serie mit drei Punkten ans Tabellenende und trägt jetzt erstmals in dieser Saison die Rote Laterne.

Mit 5:0-Lauf abgesetzt
Dabei begann das Derby aus Sicht des SSV Schoren vielversprechend. Reka Wohler erzielte das 1:0 und in der 19. Minute führten die Gäste sogar mit 11:9. Doch dann übernahm Feldkirch das Kommando. Ein 5:0-Lauf auf 14:11 (25.) innerhalb weniger Minuten drehte die Partie noch vor der Pause. Diesen Vorsprung gab das Team von Coach Zoltan Balogh bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand.
„Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt und nichts anbrennen lassen. Wir haben unsere Ziele erreicht und das Derby klar für uns gewonnen“, bilanzierte Feldkirch-Kapitänin Leonie Hartl zufrieden. Mit diesem Erfolg machten sich die Feldkircherinnen selbst das schönste Weihnachtsgeschenk und verabschiedeten sich mit breiter Brust in die Feiertage.

Julia Bohle mit elf Treffern
Weiter geht es für die Blau-Weißen am 10. Jänner mit dem Achtelfinal-Heimspiel im ÖHB-Cup gegen Ligakonkurrent Krems-Langlois. Überragend agierte bei Feldkirch die ehemalige Dornbirnerin Julia Bohle, die mit elf Treffern beste Werferin der Partie war. Ebenfalls stark das Legionärsduo Weronika Janczarek und Maria Adina Ghidoarca mit je sechs Toren.
Auf Seiten der Gäste aus Dornbirn ragte Neuzugang Juliane Grauer mit ebenfalls elf Treffern heraus, Reka Wohler steuerte fünf Tore bei.
Neun von elf Partien zu Hause
Ein kleiner Hoffnungsschimmer für den Schulsportverein im Kampf um den Klassenerhalt vielleicht der Umstand, dass man neun der elf ausstehenden Partien zu Hause bestreitet. Grund dafür sind die Reparaturarbeiten zu Saisonbeginn in der Messehalle.