FC Dornbirn scharf auf den dritten Hallenkönig-Titel

Am Dreikönigstag steigt das Finalturnier beim Sparkasse Hallenmasters in Wolfurt.
Wolfurt Wenn am Dienstag (11 Uhr) der Anpfiff für das Finalturnier bei der 28. Auflage des Sparkasse-Hallenmasters in der Hofsteighalle in Wolfurt ertönt, steht mit dem FC Dornbirn eine Mannschaft ganz besonders im Mittelpunkt. Der Viertplatzierte der Regionalliga West ist nach dem Ausscheiden der beiden Liga-Konkurrenten Lauterach (Titelverteidiger) und Hohenems der logische Titelfavorit. Die Mannschaft aus der Messestadt will zum dritten Mal die begehrte Trophäe in die Höhe stemmen.

2012 und 2018 jubelte Dornbirn bereits, im Sechsjahresrhythmus – und nun soll der dritte Streich folgen. Dreimal wurde das Rothosen-Team zudem schon Zweiter. Acht Siege und nur eine Niederlage stehen aktuell zu Buche, das Torverhältnis von 28:10 unterstreicht die Dominanz, mit der Dornbirn durch das Turnier marschiert ist. Neunfacher Torschütze Tamas Herbaly, der in der Halle nahezu nach Belieben trifft, hat sich als Schlüsselspieler herauskristallisiert. Doch auch seine Mitspieler – Techniker Slobodan Mihajlovic, der pfeilschnelle Talip Karaaslan, der stabile Ben Brzaj und Gasttorwart Sinan Polat – haben gezeigt, dass dieses Team mehr als nur ein Einzelkönner ist.

Starke Konkurrenz
In der Finalrunde trifft Dornbirn nun auf die AKA Vorarlberg U18 und den TSV Altenstadt – eine Gruppe, die es in sich hat. Denn auch die junge Akademie-Mannschaft hat in den letzten Tagen mit mutigem, temporeichem Hallenfußball überzeugt. Gleich drei 16-Jährige – Jerguy Makwaya, Jannik Bereuter und Finn Hug – sowie drei 17-Jährige, darunter der starke Schlussmann Finn Wirth, Leon Dobler und Yasir Mihci, stehen im Kader der Talenteschmiede, die zuletzt 2007 den Titel holte. “Mit so einer jungen Mannschaft im Konzert der Großen dabei zu sein, ist schon großartig”, sagt Akademie-Leiter Didi Berchtold.


Altenstadt wiederum gilt als das Überraschungsteam des Turniers. Der aktuelle Tabellenzweite der Landesliga ist auf Aufstiegskurs in die Vorarlbergliga und hat sich mit starken Leistungen ins Rampenlicht gespielt. 15 Siege, nur zwei Niederlagen und ein Torverhältnis von 39:20 sprechen eine deutliche Sprache. Seit der Saison 2018/19 ist Altenstadt in dieser Spielklasse aktiv – jetzt will man ein weiteres sportliches Ausrufezeichen setzen.


Der SV Lochau, der heuer sein 80-jähriges Bestehen feiert, hat mit sieben Siegen und zwei Niederlagen eine starke Vorrunde gespielt – und das, obwohl das Brüderpaar Kevin und Patrick Prantl nicht dabei ist. Lochau wurde bereits zweimal Dritter beim Masters und ist längst reif für mehr.
28. Sparkassen Hallenmasters
Veranstalter: Meusburger FC Wolfurt
Austragungsort: Hofsteighalle Wolfurt
Dotation:12.000 Euro
Masters, Finale
Dienstag, 6. Jänner 2026 ab 11 Uhr
So läuft der Finaltag
Finalgruppe 1 (11 bis 14 Uhr): FC Dornbirn, AKA Vorarlberg U18, TSV Altenstadt, FC Nenzing
Finalgruppe 2 (11 bis 14 Uhr): SV Lochau, FC Wolfurt, FC Schwarzenberg, FC Höchst
Halbfinale I
Erster Finalgruppe 1 – Zweiter Finalgruppe 2
Halbfinale II
Zweiter Finalgruppe 1 – Erster Finalgruppe 2
Spiel um Platz 7
Vierter Finalgruppe 1 – Vierter Finalgruppe 2
Spiel um Platz 5
Dritter Finalgruppe 1 – Dritter Finalgruppe 2
Spiel um Platz 3
Verlierer Halbfinale 1 – Verlierer Halbfinale 2
Endspiel
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Die bisherigen Sieger
Viktoria Bregenz (1997), Dornbirner SV (1998), SW Bregenz (1999), FC Lustenau 1907 (2000), BNZ Vorarlberg U-18 (2001), FC Hard (2002), BNZ Vorarlberg U-19 (2003), VfB Hohenems (2004), FC BW Feldkirch (2005), FC Hard (2006), BNZ Vorarlberg U-19 (2007), SK Meiningen (2008), FC Hard (2009), FC Egg (2010), FC Hard (2011), FC Dornbirn (2012), FC Hard (2013), FC Andelsbuch (2014), FC Höchst (2015), FC Hard (2016), FC Lauterach (2017), FC Dornbirn (2018), FC Alberschwende (2019), FC Lauterach (2020); VfB Hohenems (2023); FC Lauterach (2024); FC Lauterach (2025)
Ähnliches gilt für den FC Wolfurt, mit dem Brasilianer Kauan Brustolin sowie Alessandro Petrovic und Florian Geley, der im Jahr 2027 ebenfalls 80 Jahre alt wird. Die Hofsteig-Mannschaft wurde bereits viermal Zweiter und einmal Dritter – der ersehnte Heimsieg fehlt noch.

Mit dabei ist auch der FC Schwarzenberg, der 2025 auf Rang sieben landete, nun aber mit neuer Energie ins Turnier geht. Wer am Ende jubeln darf, ist trotz Favoritenrolle von Dornbirn offen. Denn in der Halle gelten eigene Gesetze – und ein einziges Spiel kann alles verändern. Thomas Knobel