Monat der Wahrheit für die Pioneers

Sport / 04.01.2026 • 17:45 Uhr
Für Kapitän Kevin Macierzynski und seine Pioneers geht es im dritten Saisonduell gegen Innsbruck um wichtige Punkte. /GEPA
Für Kapitän Kevin Macierzynski und seine Pioneers geht es im dritten Saisonduell gegen Innsbruck um wichtige Punkte. GEPA

Feldkircher empfangen Innsbruck – Allén und Erne feiern ihr Comeback.

Feldkirch Das erste Heimspiel im neuen Kalenderjahr birgt für die Pioneers Vorarlberg sofort besondere Brisanz. Im Westderby empfängt die Truppe von Headcoach Johannes Nygård am Montag (19.30 Uhr) den HC Innsbruck. Wollen die Montfortstädter die Chance auf die Pre-Playoffs wahren, zählt gegen den kriselnden Rivalen aus Tirol nur ein Sieg.

Im Westderby steckt sehr viel Brisanz, obwohl beide Teams nur am Tabellenende liegen.
Im Westderby steckt sehr viel Brisanz, obwohl beide Teams nur am Tabellenende liegen.

“Uns fehlen schon etliche Zähler auf die Top 10. Nur ein Erfolg hält unsere Hoffnungen aufrecht”, stellt Pioneers-Kapitän Kevin Macierzynski klar. Wie schwer sich die Feldkircher gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht tun, zeigten die bisherigen Saisonduelle: In beiden Aufeinandertreffen behielten die Haie knapp die Oberhand.

Kapitän fordert eine Serie

Der spektakuläre 6:5-Sieg nach Penaltyschießen gegen Pustertal am Neujahrstag bewies jedoch das Potenzial der Mannschaft. “Die Moral im Team ist intakt. Wir haben die 0:5-Pleite gegen Bozen abgeschüttelt und erneut gezeigt, dass wir mithalten können”, betont Macierzynski. Doch der Routinier weiß, dass Einzelerfolge in der aktuellen Lage zu wenig sind. “Wir müssen in den nächsten Matches so viele Zähler holen wie nur möglich. Nur so können wir die Lücke auf Platz zehn doch noch schließen.”

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Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Dringlichkeit. Zwar sammelten die Pioneers nach 32 Runden beinahe exakt so viele Punkte wie zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison (28 aktuell gegenüber 29 im Vorjahr). Doch während damals nur vier Zähler auf die Pre-Playoffs fehlten, klafft nun eine Lücke von 14 Punkten. Der Jänner wird damit zum Schicksalsmonat: Von den ausstehenden 16 Runden stehen in den nächsten vier Wochen zehn Spiele auf dem Programm. Nach dem heutigen Derby warten am Wochenende mit dem Siebten Fehervar und dem Elften Budapest zwei direkte Konkurrenten auswärts, ehe am 16. Jänner das Heimduell gegen den Tabellenzehnten Wien folgt.

Allén und Erne sind zurück

Auch wenn die Tiroler zuletzt fünfmal in Folge das Eis als Verlierer verließen, warnt Trainer Nygård davor, die Haie zu unterschätzen: “Innsbruck ist kampfstark und steht defensiv sehr kompakt. Wir müssen wieder zu 100 Prozent bereit sein, um endlich zu punkten.”

Nur wenn die Pioneers ihre Chancen nutzen, so wie sie es zuletzt gegen Pustertal getan haben, ist ein Sieg möglich.
Nur wenn die Pioneers ihre Chancen nutzen, so wie sie es zuletzt gegen Pustertal getan haben, ist ein Sieg möglich.

Da kommt es gerade recht, dass zwei Spieler in die Aufstellung der Montfortstädter zurückkehren. Einerseits feiert Verteidiger Roni Allén nach fast zweimonatiger verletzungsbedingter Pause sein Comeback. Andererseits streift auch Luca Erne wieder das Pioneers-Dress über. Der 21-Jährige, der zu Saisonbeginn nach Villach gewechselt war, beendete vor wenigen Tagen sein Engagement bei den Draustädtern. Nygård ist zuversichtlich: “Er wird sich schnell einfügen und uns sicher weiterhelfen. Er hat ja in den letzten Jahren gezeigt, was er kann.”

Noch keine Option ist der weiterhin verletzte Daniel Woger. Zudem fällt auch Yannik Lebeda aus. Um wichtige Matchpraxis zu sammeln, weichen zwei Youngsters in die Alps Hockey League aus: Matthias Mader läuft für Kitzbühel auf, während Mark Mussbacher vorläufig die Defensive des EC Bregenzerwald verstärkt.