Testungen abgeschlossen, Trainerfrage noch offen

Ingolitsch-Nachfolge noch offen. Der “Richtige” für den SCR Altach lässt noch auf sich warten.
Altach Beim SCR Altach spielen sie in der Trainerfrage auf Zeit. Nicht aufgrund der großen Anzahl der Kandidaten, sondern vielmehr, um “Sicherheit” zu erlangen, wie es Sportchef Philipp Netzer sagt. Dabei weiß der 40-Jährige nur zu gut, dass erst die Ergebnisse zeigen werden, ob der “Richtige” gefunden wurde. Allein davon lässt sich Netzer nicht leiten. Ihm geht es in den Gesprächen mit potenziellen Anwärtern, die er zusammen mit dem Sportkoordinator führt, vor allem darum, auszuloten, ob sich der neue Cheftrainer auf die Vorstellungen des Clubs einlassen kann. “Wir wollen Spieler entwickeln, aber auch einem Trainer die Möglichkeit zur Entwicklung bieten, ohne uns auf ein Vabanquespiel einzulassen.”
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Deshalb will er sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen lassen. Vieles deutet also darauf hin, dass der neue Cheftrainer am Donnerstag beim öffentlichen Training (11.30 Uhr) (noch) nicht anwesend sein wird. Jedenfalls können die Worte von Netzer dahin gehend interpretiert werden. “Wir haben ein funktionierendes Trainerteam mit Atdhe Nihiu, Louis Mahop, den Verantwortlichen für die Torleute, Sebastian Brandner und Martin Kobras, sowie Christoph Zellner und Maximilian Matten. Auch die Physioabteilung funktioniert bestens.” Gut möglich also, dass der Neue nach dem Trainingsstart und wohl vor dem Start ins Trainingslager (12. Jänner) vorgestellt wird.

Noch hatten die Spieler keinen Trainingskontakt mit der klirrenden Kälte. Und auch heute steht noch nicht fest, ob die Mannschaft auf den gefrorenen Platz geht oder ob noch eine Einheit im Kraftraum hinzukommt. Zumindest hat vor der Bestellung des neuen Cheftrainers für einmal Athletiktrainer Zellner das Sagen. Der 33-jährige Doppelstaatsbürger (deutsch-französisch) war erst im Herbst auf Vermittlung von Ex-Coach Fabio Ingolitsch nach Altach gekommen. Das Programm jedenfalls wurde vom gesamten Trainerstaff schon vor dem Trainerabgang fixiert.

Die Leistungstests sind jedenfalls abgeschlossen und es wartet eine Vorbereitung, in der bewusst auf eine Reise in den Süden verzichtet wird. Zumal ab kommenden Montag im ÖFB-Campus in Wien-Aspern Plätze mit Rasenheizung auf die Spieler warten. Nicht mehr bei den Testungen, die im Businessclub durchgeführt wurden, war Tino Casali dabei. Der Kurzzeitvertrag mit dem 30-jährigen Torhüter endete ja Ende 2025.
