Leere Akkus stoppen Pioneers

Sport / 18.01.2026 • 17:55 Uhr
ie Angriffsreihe der Pioneers mit Cole Gallant und Oskar Maier brachte die Abwehr der Grazer nur selten in Bedrängnis. (PIV-Dorner)
ie Angriffsreihe der Pioneers mit Cole Gallant und Oskar Maier brachte die Abwehr der Grazer nur selten in Bedrängnis.PIV-Dorner

Gegen Graz gab es am Samstag für die Feldkircher absolut nichts zu holen.

Feldkirch Das Wochenende der Pioneers glich einem emotionalen Wechselbad. Keine 24 Stunden nach dem 4:0-Sieg gegen Wien holte der Ligaalltag die Feldkircher am Samstagabend wieder ein. Gegen die Graz99ers setzte es eine glatte 0:4-Abfuhr.

Marlon Tschofen stemmte sich mit den Pioneers bis zum Schluss gegen die Niederlage.
Marlon Tschofen stemmte sich mit den Pioneers bis zum Schluss gegen die Niederlage.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Den Pioneers fehlte nach dem Kraftakt vom Freitag die nötige Energie, um dem Tabellenzweiten Paroli zu bieten. Graz dominierte von Anfang an und nutzte seine Chancen gnadenlos. Besonders bitter stießen Trainer Johannes Nygård die Startphasen der Drittel auf: Die Steirer trafen im Mittelabschnitt nach 32 Sekunden und im Schlussdrittel sogar nach nur 18 Sekunden. „Wir waren nicht in der Lage zurückzuschlagen“, analysierte der Coach. Zwar gab sich die Mannschaft nie auf, doch die fehlende Spritzigkeit war unübersehbar. „Es fehlten einfach zwei, drei Prozent“, gestand Stürmer Marlon Tschofen. Positiv anzuführen ist jedoch die Gegenwehr in Unterzahl: Gegen das zweitbeste Powerplay-Team der Liga überstanden die Gastgeber alle vier Unterzahlsituationen schadlos. Dafür bleibt das eigene Powerplay weiterhin die Achillesferse. Selbst während einer 90-sekündigen doppelten Überzahl gelang der Ehrentreffer nicht.

Bukarts-Zukunft ungewiss

Der Rückstand auf den zehnten Tabellenplatz beträgt nun elf Punkte. „Das ist viel, wir sind auf Schützenhilfe angewiesen“, weiß Tschofen, betont aber die intakte Moral: „Die Stimmung in der Kabine ist top, wir glauben weiter an die Pre-Playoffs.“ Während die Pioneers um jeden Zähler kämpfen, haben die Vorbereitungen für eine fünfte Saison in der höchsten Spielklasse bereits begonnen. „Die Planungen laufen, werden aber öffentlich noch nicht diskutiert“, erklärte Sportdirektor Michael Lampert, ohne konkret zu werden.

Die Feldkircher müssen sich womöglich auf den Abgang des lettischen Nationalspielers Robert Bukarts einstellen. (GEPA)
Die Feldkircher müssen sich womöglich auf den Abgang des lettischen Nationalspielers Robert Bukarts einstellen. gepa

Eine wichtige Weichenstellung steht jedoch kurzfristig an: Der Vertrag des lettischen Nationalteamspielers Roberts Bukarts läuft bis zur Olympia-Pause Ende Januar. „Es entscheidet sich dann, ob er für den Rest der Saison bleibt“, erklärt Lampert. In seinen 13 Einsätzen für die Pioneers gelangen dem 35-Jährigen vier Tore und fünf Vorlagen. Zudem blühten Colin Adams und Casey Dornbach an seiner Seite richtig auf. Ein Abgang wäre in der Endphase des Grunddurchgangs ein herber Verlust für die Montfortstädter.