“Da kann man den Körper spielen lassen”

Alessandro Hämmerle hat nach ersten Trainings in Livigno gutes Gefühl für den olympischen Snowboard-Cross-Kurs.
Livigno Alessandro Hämmerle ist mit einem breiten Lächeln in den ersten Trainingstag am Olympiakurs in Livigno gestartet. Der Vorarlberger fühlte sich auf Anhieb wohl. „Die Charakteristik von der Strecke liegt mir recht gut“, sagte der Snowboardcrosser nach den ersten Fahrten. Ganz ohne Mühen ging es allerdings nicht. „Die erste Fahrt war brutal streng“, räumte Hämmerle ein. Vor allem die Länge des Kurses mit rund 1:10 Minuten machte sich bemerkbar. Nach guter Regeneration sei der Körper im zweiten Lauf aber schnell wieder im Rhythmus gewesen. „Da ist man sich auch gleich mal wieder gewohnt. Es hat richtig Spaß gemacht.“

„Die Charakteristik von der Strecke liegt mir recht gut.“
„Es ist eine Strecke, wo man für die Geschwindigkeit arbeiten muss – und das liegt mir recht gut.“
„Die Wellen nach der Einser sind wirklich kinnhoch, da kann man den Körper ein bisschen spielen lassen.“
Alessandro Hämmerle
Olmpiasieger im Snowboard-Cross von 2022
Der Kurs verlangt den Athleten viel Arbeit für die Geschwindigkeit ab – ein Aspekt, der dem Olympiasieger entgegenkommt. „Es ist eine Strecke, wo man für die Geschwindigkeit arbeiten muss, und das liegt mir recht gut.“ Dass der Lauf deutlich länger ist als bei den vergangenen Weltcuprennen, sieht Hämmerle positiv. „Ich glaube, den ganzen Sommer haben wir für das trainiert.“ Nun gehe es vor allem darum, die Form zu konservieren und an den Details zu feilen. „Jetzt müssen wir einfach fit bleiben und schauen, dass alles passt, dann sind wir gut vorbereitet für das Rennen.“

In seiner Grundstruktur bringe der Kurs alles mit, was ein moderner Snowboardcross-Kurs brauche. Auch der Start passe gut. An einzelnen Elementen sei jedoch noch Nachjustierung nötig. „Hier und da brauchen wir noch ein paar Änderungen mit dem Sprung“, erklärt Hämmerle. Vor allem in der dritten Kurve sieht er noch Verbesserungsbedarf: „Da brauchen wir mehr Support, speziell in Kurve drei.“ Diese Punkte sollen in den kommenden Trainingstagen adaptiert werden. „Dann probieren wir das morgen nochmal und dann macht das schon ein Bild für nächste Woche.“
Vergleiche mit früheren Olympiakursen zieht Hämmerle bewusst nicht. „Das ist jeder Kurs für sich.“ Dennoch gibt es Elemente, die ihm besonders zusagen. „So eine lange, starke Gerade mit großen Elementen – die Wellen nach der Einser, die taugen mir schon.“ Diese seien „wirklich kinnhoch“, dort könne man „den Körper ein bisschen spielen lassen“. Zudem sei der Kurs insgesamt eher flach. „Ich glaube, das liegt uns schon gut.“