Perfektes Zusammenspiel vieler Faktoren

Altachs Torhüter Dejan Stojanovic über die Gründe für die aktuell so große Stabilität in der Defensive.
Altach Seit nunmehr zweieinhalb Jahren ist Dejan Stojanovic die Nummer eins im Tor des SCR Altach. 81 Pflichtspiele hat er für das Team aus dem Rheindorf bestritten, für kein anderes Team mehr. Beim FC St. Gallen war er ebenfalls auf 81 Spiele gekommen. Der große Unterschied zu damals? Stojanovic kassierte im Dress der Espen 125 Gegentreffer und blieb 16-mal ohne Gegentor. In Altach musste er bislang erst 100-mal hinter sich greifen und durfte 21 Spiele mit “weißer Weste” beenden. Eine beeindruckende Bilanz für den 32-Jährigen, der sich aktuell in Gesprächen mit den Clubverantwortlichen bezüglich einer Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages befindet.

1,2 Gegentore weist die Statistik für Stojanovic aus. Noch besser ist jene in der laufenden Saison. In 19 Spielen ließ er nur 19 Gegentore zu, blieb in sieben Partien “sauber”, sprich ohne Gegentor. Kein anderes Team in der Liga agiert aktuell in Sachen Defensive so stabil. Erklärungen gibt es laut Stojanovic einige. “Wir spielen schon über einen längeren Zeitraum zusammen”, sagt er mit Blick auf die Abwehrreihe. “Da kennst du Abläufe, du weißt auch, wie jeder tickt.” Auch das Agieren in einer sehr variablen Fünferkette trage zur Stabilität bei. “Zudem beginnt unser Abwehrblock schon ganz vorne. Wir verteidigen als Mannschaft sehr gut in einem Kollektiv.” All das trägt dazu bei, dass drei Runden vor Abschluss des Grunddurchganges sogar von einem Platz im Meister-Play-off geträumt werden kann. “Daran zu glauben ist intern immer gut. Andererseits sind wir bestens beraten, wenn wir unseren Fokus darauf setzen, so viele Punkte wie möglich im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern.”
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Man werde, so Stojanovic, den Flow mit in die letzten Spiele gegen die Austria Wien, Rapid (beide zu Hause) und in Graz gegen Sturm nehmen. “Es ist im Moment einfach leichter, weil wir doch einige Punkte mehr als im Vorjahr auf dem Konto haben. Da trittst du als Mannschaft befreiter auf. Vor allem haben wir gesehen, dass wir gegen jeden Gegner zumindest mitspielen können.”
Eine positive Konstellation, die es auch ihm im Tor leichter mache. “Als Tormann kannst du dir den Spielverlauf ja nicht aussuchen. Du musst da sein, wenn es dich braucht. Aber im Moment verteidigen die vor mir alles weg …”, sagt er mit einem leichten Schmunzeln. Seine wichtigste Pflicht sei es, den Fokus über 90 Minuten hochzuhalten. “Das ist sicherlich das Schwierigste und macht das Tormannspiel aus.”