Das Gefühl des Sieges

Motorsporttalent Kiano Blum (18) feiert im Ford Mustang GT3 seinen ersten Saisonerfolg.
Valencia “Es tut einfach gut, wieder Rennen zu gewinnen”, sagt ein gelöst wirkender Kiano Blum nach seiner Rückkehr aus Valencia. Zusammen mit Niklas Kalus holte sich der Fußacher zum Abschluss der GT3-Winterseries in Spanien den Sieg. Ein weiteres Statement des heimischen Motorsporttalents, der nach zwei nicht immer leichten Jahren nun im Haupt-Racing-Team in seinem Ford Mustang GT3 so richtig durchzustarten scheint.

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Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf die Ende April am Red-Bull-Ring startende GT3-Saison – im Rahmen des DTM-Wochenendes. “Klar freue ich mich auf das Heimspiel”, blickt der 18-Jährige schon mal in die nähere Zukunft. Doch zurück zu Valencia, wo er zusammen mit seinem deutschen Partner (“Mit ihm bestreite ich die GT3-Saison”) die Konkurrenz in den Auspuff blicken ließ.


Dabei war es für Blum gar nicht so leicht, den bei der Übergabe haltenden ersten Rang zu verteidigen. Grund dafür war eine Safety-Car-Phase, die erst eine Runde vor Schluss endete. “Da war ich wirklich der Gejagte”, kann Blum jetzt schmunzeln. Doch im Rennen musste der Vorarlberger gleich mehrere Angriffe der Gegner auf seine Führungsposition abwehren. “Ich habe Platz eins ins Ziel gerettet”, erzählt er nicht ohne Stolz.


Dabei zeigte Blum eine tolle Performance und setzte fort, was er im Einzelrennen – Platz zwei wie dann auch sein Teampartner – auspackte. Da hatte er noch das Handicap aus dem Qualifying zu tragen, als er eine rutschige Fahrbahn vorfand, weil vor ihm ein Rennauto Kühlflüssigkeit verloren hatte. Doch all das vermochte den Ford-Piloten nicht aus der Ruhe bringen. Ist es doch die Fähigkeit, sich in wichtigen Momenten genau zu fokussieren, die den heimischen Motorsportler auszeichnet.

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Vorbereitung läuft
Blum jedenfalls fühlt sich sehr wohl am Steuer des Ford Mustang. Das zeigte sich bereits bei seinen ersten Rennrunden im portugiesischen Portimão. Nun wartet auf ihn eine längere Rennpause, die er neben der Aufzeichnung eines detaillierten Analyseberichts verstärkt für körperliches sowie mentales Training nutzen wird. Zudem stehen immer wieder Reisen an den Nürburgring an, wo sein Rennteam stationiert ist. “Der Austausch mit den Renn-Ingenieuren ist wichtig”, sagt er. Zumal ihn bis zum letzten April-Wochenende auch noch einige Pre-Season-Testfahrten erwarten.