Ein gemeinsamer Weg für Träume auf dem Eis

Sport / 25.02.2026 • 16:53 Uhr
Eishockey
Der Weg des U17-Teams geht auf internationaler Ebene weiter. VEHV

Vorarlbergs Eishockeyverband arbeitet an der Bündelung aller Kräfte und sucht Spieler für U18.

Schwarzach Hinter den Kulissen wird bereits intensiv an der Zukunft gearbeitet. Im Vorarlberger Nachwuchseishockey entsteht etwas, das mehr sein soll als nur eine neue Mannschaft: ein gemeinsamer Weg.

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Jason Gesson (Bild), dessen Bruder Adrian für die RB Hockey Juniors spielt, ist Mitglied der neuen ELZ U18-Mannschaft. VEHV

Und so lädt das Eishockey-Leistungszentrum (ELZ) Vorarlberg am 21./22. März nach Feldkirch zu einem U18-Tryout für die kommende Saison. Ein Termin, der für viele junge Spieler zur Richtungsentscheidung werden könnte. Denn das Projekt hat den Anspruch, Talenten im eigenen Land eine echte Perspektive zu bieten – leistungsorientiert, professionell begleitet und nachhaltig gedacht. Wohl wissend, dass die Allerbesten im Nachwuchs weiter ihren eigenen Weg gehen werden. Das Konzept soll sich jedoch langfristig als Basis für Spitzen-Eishockey etablieren. Eine sehr ambitionierte Aufgabe, wie auch Florian Kleber, Spitzensportpräsident beim Vorarlberger Verband (VEHV), bestätigt.

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Romeo Fux. VEHV

Erste Maßnahmen

In den vergangenen Monaten haben die Nachwuchsverantwortlichen im Land intensiv an der Weiterentwicklung der Ausbildungsstruktur gearbeitet. Im Zentrum steht ein klares Ziel: ambitionierten Spieler:innen im Land optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Die neue U18-Struktur im Rahmen des ELZ versteht sich dabei als logische Fortsetzung eines bestehenden Modells, das vor zwei Jahren als U15-Team begonnen hat. Dafür wurde auch die schulische Zusammenarbeit mit dem Sportgymnasium Dornbirn sowie dem Konzept “Spitzensport und Lehre” intensiviert.

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Michael Schurig ist aktuell Leiter des ELZ Vorarlberg U17. VEHV

Geleitet wird das Tryout von Michael Schurig (33), dem sportlichen Leiter des Vorarlberger Eishockeyverbandes. Eingeladen sind Talente aus allen Regionen des Landes – Spieler, die bereit sind, den nächsten Schritt auf internationaler Ebene zu gehen und sich dem Leistungsprinzip zu stellen.
Der Blick zurück zeigt, dass mit dem neuen Team der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt wird: Vor zwei Jahren wurde erstmals eine gemeinsame U15-Mannschaft ins Leben gerufen. Daraus wurde eine U17, nun folgt der nächste Schritt zur U18 – mit dem klaren Ziel, sich auch international zu messen. Aktuell tragen vier Vereine das Modell mit: die VEU Feldkirch, die Pioneers Vorarlberg, der EHC Montafon und der EC Bregenzerwald. Ein starkes Signal der Zusammenarbeit in einer Sportart, die im Land von Tradition und Rivalität gleichermaßen lebt.

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Damit nicht genug, laufen doch seitens des Verbandes Gespräche mit Rheintal-Future-Vereinen (dem EHC Lustenau, HC Hohenems, Dornbirner EC, EHC Hard und SC Rheintal), um diese ebenfalls für das Projekt zu gewinnen. Ziel ist es, eine attraktive Plattform entstehen zu lassen, sodass deren Spieler nicht mehr zwingend zu Großklubs in der Schweiz wechseln müssen, um eine Ausbildung in der höchsten Spielklasse zu erhalten. “Unser Ziel ist ein gemeinsamer Weg im Sinne des Vorarlberger Eishockeys”, betont Kleber. Geplant ist deshalb ein großer Kader, um diesen flexibel zu halten. Den Vereinen soll die Möglichkeit bleiben, Spieler während der Saison zurückzuholen – unabhängig davon, in welchen Ligen sie zum Einsatz kommen. Ein Modell, das nicht nur der Entwicklung der Talente dient, sondern den Klubs neue Handlungsspielräume eröffnet. Bei personellen Engpässen könnte so verstärkt auf heimische Nachwuchsspieler zurückgegriffen werden, anstatt kurzfristig Legionäre verpflichten zu müssen.

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Versuch eines Schulterschlusses

Bis zur Altersklasse U14, darin sind sich die Verantwortlichen einig, funktioniert die Ausbildung in den Stammvereinen gut. Doch danach klafft bislang eine Lücke. Genau hier setzt das ELZ an. “Unser Bestreben ist es, den Spieler:innen nach der U14 hier in Vorarlberg eine Plattform zu bieten”, so Kleber.
Ein sicherlich ambitioniertes Projekt – organisatorisch wie sportlich, wie auch Kleber weiß. Aber es ist auch ein Bekenntnis zum Standort. Und es ist ein ernsthafter Versuch zur Zusammenarbeit über Vereinsfarben hinweg. Gelingt dieses Vorhaben, dann könnte das ELZ Vorarlberg mehr werden als nur eine Nachwuchsmannschaft: eine Basis für neue Generationen des Vorarlberger Eishockeys.

Anmeldungen zum Tryout sind per Email an praesident@vehv.at bzw. an michael.schurig@vehv.at zu richten.