Mit Sprint-Coach in Richtung Ligaverbleib

SW Bregenz-Kapitän Johannes Tartarotti setzt im Kampf um Klassenerhalt auf Schnelligkeit.
Bregenz Blickt man auf die persönliche Statistik von Johannes Tartarotti ist es beinahe nicht glaubhaft, dass der 26-Jährige bei Abstiegskandidat SW Bregenz agiert. In 15 Pflichtspielen gelangen dem Mittelfeldspieler nämlich sechs Treffer und drei Assists. Damit ist der Bezauer bester Torschütze und Scorer bei den Schwarz-Weißen. Dennoch: Auch wenn mit den Ausfällen von SV Stripfing (Zurücklegung der Zulassung) und Austria Klagenfurt (Insolvenz) die Abstiegsgefahr etwas gedämmt wurde, noch ist der Käse nicht gebissen. Einen Platz in der Tabelle gilt es noch gut zu machen. „Ich bin auch davon überzeugt, dass wir das mit unserer Qualität in der Mannschaft schaffen werden. Wir haben mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen im Herbst schon aufgezeigt, daran wollen wir jetzt im Frühjahr anknüpfen“, so der Bezauer.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Charakterstarke Truppe
Die Vorbereitung hat die Mannschaft laut Neo-Kapitän Tartarotti gut nützen können, „auch wenn es wieder Veränderungen im Kader gab. Aber wir sind eine geschlossene Mannschaft, die die Neuzugänge schnell integrieren konnte. Das macht uns ein Stück weit auch aus, der Charakter der Truppe ist top“. Schwarz-Weiß sieht er für den Abstiegskampf gerüstet, „vor allem weil wir gemeinsam mit dem Trainerteam an einem strukturierten Plan gearbeitet haben. Genau das braucht es in unserer Situation: Klare Strukturen, in denen jeder weiß sich zu bewegen.“

Der zuletzt wegen Schneefalls in Wien verschobene Partie beim FAC trauert Tartarotti nach, „weil wir alle heiß waren auf den Auftakt. Danach umsonst wieder nach Hause zu fahren, war nicht lustig. Jetzt holen wir das eben gegen Klagenfurt nach“. Wobei er gewarnt ist vor dem Insolvenz-Klub, der am Freitag, 18 Uhr, im Bregenzer ImmoAgentur Stadion zu Gast ist: „Da weiß wirklich niemand, was auf einen zukommt. Auf der anderen Seite spielt es gar keine Rolle, denn wir wollen ganz bei uns bleiben, in allen Matches im Frühjahr versuchen unser Spiel auf den Platz zu bekommen“.

Persönlich fühlt sich Tartarotti so stark, „wie noch nie in meinem Leben. Ich bin top-fit und kann es nicht erwarten, in die Saison zu starten“. Der Grund dafür liegt für den Bezauer auf der Hand, arbeitet er doch seit letzten Sommer an seinen Schwächen. „Dazu hat immer meine Schnelligkeit gezählt. Doch seit der intensiven Zusammenarbeit mit Rolf Fongue habe ich in dieser Sparte enorm zulegen können. War ich bei den Sprint-Tests in den letzten Jahren immer im hinteren Drittel, bin ich aktuell im vorderen Drittel vertreten“, berichtet der 26-Jährige.

Über einen Freund kam er zum Schweizer Sprint-Trainer, der u.a. bekannte Kicker wie Noah Okafor oder Nico Elvedi coacht. „Teils arbeite ich über Video-Module, teils bin ich in der Schweiz vor Ort am Trainieren mit ihm. Ich konnte mich seit Herbst bereits um zwei Km/h verbessern, für einen offensiven Mittelfeldspieler richtig wertvoll“, erklärt der Neo-SWB-Kapitän, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, und signalisiert gleichzeitig, dass er in seiner Karriere noch einiges vorhat: „Ich möchte immer nach dem Höchsten streben und weiß aber auch, dass man dafür etwas tun muss. Aber immer eines nach dem anderen. Vorerst zählt nur der Klassenerhalt mit Bregenz“.