Massombo hielt Altach im Rennen um Top-6-Platz

Sport / 01.03.2026 • 19:03 Uhr
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Yann Massombo erzielte das Tor zum 1:1-Endstand. gepa

Später Ausgleich gegen Rapid (1:1) lässt die Zaric-Schützlinge weiter an die Sensation glauben.

Altach Altach bleibt 2026 ungeschlagen und Altach hat weiter Chancen auf einen Top-6-Platz. Das sind die Fakten nach dem 1:1 gegen SK Rapid, einem Spiel, das für Rekordbesuch (7076) sorgte, aber erst in den Schlussminuten für Dramatik sorgte und die Zuschauer von den Sitzen riss. Lange fehlte der Mut, die Aggressivität und der Glauben. Im Kampf um den letzten Platz im Meister-Play-off bleibt es jedoch spannend. Es bleibt nicht nur beeim Fernduell Altach gegen Rapid – Altach in Graz bei Sturm und Rapid zu Hause gegen Salzburg. Aber auch die WSG Tirol und SV Ried dürfen “mitnaschen”.

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Der bittere Moment des Gegentores. gepa

Es war ein verhaltener Beginn der Heimischen, ganz konträr zum Spiel vor einer Woche. Es wirkte ruhig, doch dafür fehlte die Präzision im Spiel. Immer wieder schlichen sich Ballfehler ein und Rapid wirkte in diesen Situationen präsenter, weil auch wacher. Irgendwie wirkte die Kulisse und das Wissen um die Wichtigkeit der Partie ein wenig lähmend.

Massombo hielt Altach im Rennen um Top-6-Platz
Viel Kampf um den Ball. apa

Das hätte sich in der Anfangsphase auch gerecht. Dabei war von den rund 400 mitgereisten Fans nichts zu hören, sie schwiegen. Gut sichtbar hing hingegen ein Band mit dem Schriftzug “Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von diesen sportlichen Leistungen” im Auswärtssektor. Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlten, denn die Grün-Weißen, die ganz in Rot antraten, bestimmten das Geschehen im Schnabelholz. Das Schweigen im Rapid-Block wirkte irgendwie befremdend und weil es auch Altach nicht schaffte, die Zuschauer mitzunehmen, musste ein Spielzug für die Initialzündung sorgen.

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Schweigen im Rapid-Fanblock. gepa

21. Spieltag

SCR Altach vs SK Rapid Wien 1:1 (0:0)

Altach, Stadion Schnabelholz, 7076 Zuschauer, SR Christian-Petru Ciochirca (ST)

Torfolge: 51. 0:1 Weimann, 86. 1:1 Massombo (Kopfball)

Gelbe Karten: 45./+ 1 Massombo, 78. Sandro Ingolitsch (beide Altach), 85. Amane (Rapid/beide Foulspiel), 90./+ 5 Hedl (Rapid/Spielverzögerung)

Rote Kate: 90./+1 Schöller (Rapid/Notremse)

SCR Altach (4-3-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Owald (67. Sandro Ingolitsch), Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo, Hrstic (46. Diawara), Greil (83. Benjamin)

SK Rapid Wien (4-3-3) Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Horn (77. Schöller) – Amane (90./+2 Ahoussou), Gulliksen (65. Dahl), Matthias Seidl – Wurmbrand, Weimann (77. Borkeeiet), Nunoo (77. Demir)

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Referee Christian-Petru Ciochirca bei der Überprüfung einer möglichen Elfmetersituation. apa

Es waren allerdings die Gäste, die für den ersten Aufreger sorgten. Als SCRA-Goalie Dejan Stojanovic während eines Eckballs von Nikolaus Wurmbrand auf der Linie arg bedrängt wurde, versuchte dieser sich mit einer Umklammerung zu helfen. Beide Spieler stürzten über die Torlinie und der VAR wollte diese Situation von SR Christian-Petru Ciochirca geprüft wissen. Das alles dauerte gut zwei Minuten, ehe auf kein Elfmeter entschieden wurde (18.).

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Luftduell zwischen Dejan Stojanovic und Nenad Cvetkovic. gepa

So wie sich diese Entscheidung zog, so war es auch auf das Spiel bezogen. Nur in wenigen Momenten flackerte das Kurzpass- bzw. schnelle Umschaltspiel der Altacher auf. Das blieb auch dem Coach nicht verborgen.

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Kleine Änderung, große Wirkung

Zaric nützte deshalb die Halbzeit zu einem ersten Wechsel. Für Srdjan Hrstic war die Partie vorbei, Ousmane Diawara feierte nach seiner Verletzungspause ein Comeback. Mehr Beweglichkeit sollte er für die Offensive bringen, zudem wurde Rapid höher angelaufen. Damit öffnete man den Gästen unfreiwillig jenen Raum, der auch sofort genutzt wurde. Ein Ball auf den flinken Daniel Nunoo wurde von Moritz Oswald falsch eingeschätzt. In der Folge vermochte Stojanovic noch zu retten doch um den Abpraller stritten sich Rapids Andreas Weimann und Benedikt Zech, wobei Letzterer wohl noch unglücklicherweise den Ball ins eigene Tor lenkte (51.).

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Doppel-Olympiasieger Alessandro “Izzi” Hämmerle nahm den Ehrenanstoß vor. gepa

Ein Treffer, der die Aktionen der Altacher schnell wieder lähmte. Vieles wirkte wie das Verhalten eines “Kaninchens vor der Schlange”. Die Mittelfeldachse vermochte keinen Druck aufzubauen, über die Seiten blieben sowohl Mohamed Ouédraogo als auch Moritz Oswald, der nach 67 Minuten Sandro Ingolitsch Platz machen musste, harmlos. Damit war das Abwehrzentrum mehr gefordert als in den letzten Heimspielen.

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England-Rückkehrer Andreas Weimann bejubelt sein Tor zum 1:0. apa

Erst in der Schlussphase erwachte noch einmal der Altach-Geist, der das Schnabelholz wieder zu einer Festung werden ließ. Doch die verschlafene erste Halbzeit hing wie ein Damokles-Schwert über den Aktionen der Heimischen. Und so setzte Zaric in den letzten Minuten noch einmal auf Geschwindigkeit, in dem er Precious Benjamin für Patrick Greil ein. Ein weiteres Zeichen für Offensive – und das von Erfolg gekrönt. Ein schneller Angriff über rechts, eine Maßflanke von Ingolitsch – und der Kopf von Yann Massombo, das waren die “Zutaten” zum Ausgleich. Es war zugleich der erste Treffer gegen Rapid nach 802 (!) torlosen Minuten.