Zwischen Hörsaal und Sportplatz: Eine Bürserin erobert Amerika

Köpfe von morgen 2026: Sydney Stark (18) aus Bürs lebt zwischen Tenniscourt und Campus ihren amerikanischen Traum.
Bürs Die Vereinigten Staaten gelten seit jeher als “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”. Für junge und ambitionierte Sportler:innen wird dieser Satz im College-Sport Realität. Das amerikanische Hochschulsystem verbindet Studium und Leistungssport auf hohem Niveau und eröffnet Perspektiven, die in Europa oft schwer zu vereinen sind.


Eine, die diese Chance ergriffen hat, ist Tennisspielerin Sydney Stark. Die 18-jährige Bürserin wechselte nach ihrem Abschluss an der Handelsschule Bludenz mit einem Stipendium in die USA. Ihr erstes Studienjahr absolvierte sie am Hillsborough Community College (HCC) in Tampa, Florida. Das Hillsborough College, dessen Spitzname “Hawks”, also Falken, passender kaum sein könnte, steht für Kampfgeist und Teamstärke. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen gewann Stark die nationale Meisterschaft der National Junior College Athletic Association (NJCAA) in der Division I. Bei den Titelkämpfen in Texas kürte sich das HCC zum besten Damenteam im US-College-Tennis.

Auch individuell setzte Stark ein Ausrufezeichen. Die Intercollegiate Tennis Association (ITA) zeichnete sie als “Rookie of the Year” aus und ehrte sie damit als beste Erstsemestrige auf nationaler Ebene. Stark studiert und trainiert am HCC-Campus, dem größten von fünf Standorten des Colleges mit rund 43.000 Studierenden.

Bis Mai bleibt die Brandnertalerin in Tampa, danach folgt der nächste Schritt. Ab Sommer setzt sie ihre Laufbahn an der University of North Florida (UNF) in Jacksonville fort und beginnt dort ein Studium im Fach Sportmanagement. Mit ihrem zukünftigen Collegeteam im Nordosten Floridas wird Stark dann auch sportlich in die nächste Leistungsstufe, die NCAA-Meisterschaft, aufsteigen.

Der Weg von Stark zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten das College-Tennis bietet. Durch harte Arbeit, Disziplin und Leidenschaft hat sie sich sowohl sportlich als auch akademisch einen Namen gemacht. Ihre Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel für ambitionierte Sporttalente, die eine Karriere im College-Tennis anstreben. “Ich durfte vergangenes Jahr viele neue Erfahrungen sammeln und bin unendlich dankbar für die Möglichkeit, in Amerika College-Tennis zu spielen und zu studieren”, sagt sie. Sportlicher Erfolg und akademische Ausbildung gehen für sie Hand in Hand.