Als Dollar-Millionär in einer Weltstadt

Doch der Alltag des Vorarlberger NHL-Stars hält eine Überraschung bereit, mit der er nicht gerechnet hat.
Vancouver Marco Rossi ist angekommen. Nach einem turbulenten Herbst 2025 hat der Vorarlberger Eishockey-Profi nicht nur sportlich bei den Vancouver Canucks eine neue Heimat gefunden, sondern auch privat im Olympic Village der kanadischen Westküstenmetropole sein Glück entdeckt.
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Nach dem Wechsel in die NHL brauchte es zunächst Geduld bei der Wohnungssuche. “Es hat ein wenig gebraucht, bis wir das ideale Heim gefunden haben. Aber die Geduld hat sich ausbezahlt, Stefanie und ich haben den für uns perfekten Rückzugsort gefunden. Das Leben als Eishockeyspieler ist an sich schon hektisch, dazu noch der überraschende Wechsel im Herbst. Aber jetzt fühlen wir uns sehr wohl und angekommen”, erzählt Rossi.

Gefunden haben die beiden eine lichtdurchflutete Wohnung im Olympic Village – inklusive großer Terrasse mit Blick auf die Skyline. Von dort aus sind die Rogers Arena sowie das Stadion der Vancouver Whitecaps bestens zu sehen. “Der Blick ist natürlich großartig. Da macht das Aufstehen in der Früh schon viel Spaß”, so Rossi über die rund 800.000 Einwohner zählende Metropole.
Mit dem Aquabus zum Training
Auch der Arbeitsweg könnte kaum komfortabler sein: Die Heimstätte der Canucks liegt nur einen Steinwurf entfernt. “Das ist natürlich großartig. Entweder mit dem Aquabus oder halt zu Fuß in die Halle zum Training. Das hat man auch nicht überall”, erklärt der gebürtige Rankweiler.
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Die Eingewöhnung verlief rasch – trotz typisch kanadischer Wetterkapriolen. “Auch wenn es hier seit unserer Ankunft sehr viel geregnet hat. Gefühlt regnet es fünfmal in der Woche. Es ist eben gerade Rain-Season, daran haben wir uns aber schon gewöhnt.” Nicht umsonst nennen die “Vancouverites” ihre Stadt auch augenzwinkernd “Raincouver”.

Neben dem urbanen Flair überzeugt vor allem die Naturkulisse. Pazifik und Berge liegen praktisch vor der Haustür, Spaziergänge entlang des False Creek gehören zum Alltag. “Raus bei der Haustür und am Wasser entlangzuspazieren, das macht schon sehr viel Spaß”, sagt Rossi, der dabei meist von Hündchen Chanel begleitet wird.

Rossi, der Sushi-Fan
Auch kulinarisch lässt die Stadt keine Wünsche offen. “Vancouver ist bekannt für gutes Essen. Hier bekommst du Speisen aus der ganzen Welt, aber der Einfluss aus Japan ist sehr groß. Ich bin großer Sushi-Fan und komme hier voll auf meine Kosten.” Verlobte Stefanie nutzt dafür regelmäßig den nahe gelegenen Granville Market: “Da spaziere ich dann mit dem Trolley hin und hole uns die frischesten Lebensmittel aus aller Welt.” Rossi ergänzt mit einem Lächeln: “Das schätze ich schon sehr, heimzukommen nach dem Training und Stefanie hat uns was in der Küche gezaubert.”

Für Stefanie bedeutete der Umzug ebenfalls eine Umstellung. “Die Unterschiede von Kanada zu den USA sind schon groß. Es galt eben, sich wieder neu zurechtzufinden – in allen Lebenssituationen. Aber die große Lebensqualität hier macht vieles leichter. Ich bin schon sehr froh, jetzt hier zu leben.”
Vancouverites machten Ankommen leichter
Ein weiterer Faktor für das schnelle Ankommen ist die Mentalität der Menschen. “Die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen, ungemein freundlich, ohne aber jemals den Respekt vor einem zu verlieren. Kanadier sind verrückt nach Eishockey und einen Spieler der Canucks kennt hier eigentlich jeder. Aber die Menschen hier sind nie aufdringlich”, berichtet der NHL-Star über die Vancouverites.
Nur Veränderungen auf dem Giro-Konto
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Auch persönlich wirkt der 24-Jährige gereift – nicht zuletzt durch seinen neuen Vertrag, der ihn zum Dollar-Millionär gemacht hat. “Dass ich nun etwas entspannter wirke, mag schon stimmen. Man darf nicht vergessen, dass ich letztes Jahr im sogenannten Vertragsjahr war, in dem es um meine Zukunft ging. Da war Druck da. Der ist jetzt weg. Deswegen geht es mir zugegebenermaßen sehr gut. Der Vertrag gibt Sicherheit und Entlastung im Leben. Aber auf mich als Mensch hat es keinen Einfluss. Es gab Veränderungen auf meinem Konto, aber nicht für mich als Mensch.” Zur Info: Rossi verdient in den nächsten Jahren zehn Millionen US-Dollar, im dritten Jahr gibt es sechs Millionen US-Dollar.
Ein Adler als Haustier

Für Aufsehen sorgt indes ein ungewöhnlicher Besucher: Ein Weißkopfseeadler hat es sich zur Gewohnheit gemacht, regelmäßig auf dem Geländer der Terrasse Platz zu nehmen. “Es war im ersten Moment ein Schock, als wir den Adler erblickt haben. Vor allem deshalb, weil wir ja unseren Hund immer draußen herumlaufen lassen. Alleine darf Chanel nicht mehr raus, da muss jetzt immer wer von uns dabei sein, sonst schnappt sich der Adler unseren Liebling”, erzählt Rossi und ergänzt, dass der majestätische Vogel oft über dem Gebäude kreist.
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So ist Vancouver für Marco Rossi längst mehr als nur eine sportliche Station. Zwischen Skyline, Natur und neuen Routinen hat der Vorarlberger nicht nur einen Klub, sondern ein Zuhause gefunden.