Für Sprint-Meister Daniel Zugg ist nun Schluss

Sport / 24.03.2026 • 17:03 Uhr
Für Sprint-Meister Daniel Zugg ist nun Schluss
Mit einem Lächeln verabschiedet sich Daniel Zugg aus dem Wettkampfsport.

Vorarlbergs Skibergsteiger beendet nach mehr als 15 Jahren und einem Weltcupsieg seine Karriere.

Gargellen Der ÖSV-Skibergsteiger Daniel Zugg tritt von den Weltcup-Bühne ab und beendet seine Karriere. Für den gelernten Seilbahntechniker beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, wie er selbst betont: „Die Entscheidung ist über einen längeren Zeitraum gereift und es war sicherlich auch keine leichte Entscheidung, meine Weltcup-Karriere zu beenden. Aber ich darf auf viele schöne Momente zurückblicken und bin mehr als glücklich über das Erreichte. Ich bin aber auch in einem Alter, in dem ich mehr an meine berufliche und private Zukunft denken muss.”

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Zuletzt war er noch in Sargans beim Pizol Altiski Extreme gestartet und hatte das Rennen auch gewonnen. Und danach ist er mit seinem Allgäuer Kollegen Marc Dürr noch in der offenen Klasse bei der Pierra Menta, der “Tour de France der Skibergsteiger” gestartet. Platz 18 ist es für die beiden geworden, doch vielmehr sind Zugg die Bilder von den vielen Zuschauern und den Anstiegen und Abfahrten im freien Gelände in Erinnerung.

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Daniel Zugg und Marc Dürr lassen sich feiern.
Für Sprint-Meister Daniel Zugg ist nun Schluss
Allein in den französischen Alpen.

Deshalb ist er sich sicher: “Der Skitourensport ist und bleibt sicherlich ein wichtiger Teil meines Lebens und ich werde auch noch bei dem einen oder anderen Rennen am Start stehen.“ Im Sommer nun möchte der Montafoner auch wieder bei Radrennen, wie dem Ötztaler, sowie bei Trailrunning Events starten. „Langweilig wird mir also bestimmt nicht“, blickt er mit einem Lächeln in die Zukunft.

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Im Team wird „Zuggi“ zweifellos fehlen. Der Vorarlberger war in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Der Tüftler sorgte immer wieder für Innovationen in technischer Hinsicht und war auch im Team-Gefüge eine wichtige Säule. Für den sportlichen Leiter der Sparte Skibergsteigen im ÖSV, Georg Wörter, war der inzwischen 33-Jährige deshalb ein wichtiger Teil der Mannschaft: „Daniels außergewöhnliche Akribie und seine über viele Jahre gewachsene Rennerfahrung hat er stets mit großer Offenheit und Hilfsbereitschaft mit seinen Kolleg:innen geteilt. Er war immer zur Stelle, wenn Unterstützung gebraucht wurde, und hat sich mit viel Engagement für andere eingesetzt. Er war deshalb auch über viele Jahre hinweg unser Athletensprecher. Dafür sind wir ihm von Herzen dankbar. In so vielen Momenten hat er unser Team gestärkt, uns motiviert und nicht zuletzt auch inspiriert.“

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Rückblick auf eine lange, erfolgreiche Karriere

Die schneebedeckten Gipfel im Montafon übten auf Zugg schon als Kind eine magische Anziehungskraft aus. Angespornt durch seinen Vater eroberte der Vorarlberger bereits in frühen Jahren die Bergewelt auf seinen Tourenskiern. Als 16-jähriger ging er in seiner Heimatgemeinde Gargellen bei seinem ersten Skitouren-Rennen an den Start. Es sollte nicht lange dauern, bis er die ersten Trophäen sammelte.

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Bei seiner Weltcup-Premiere im französischen Courchevel 2014 lief der damals 20-jährige beim Vertical-Bewerb auf Anhieb in die Top-30 und sammelte seine ersten Weltcup-Punkte. Recht schnell begeisterte sich Zugg für die junge Sprint-Disziplin und setzte sich kontinuierlich in den Top-Ten fest. Zwei Jahre später eroberte er erstmals das Podium und wiederum zwei Jahre später feierte Daniel Zugg den ersten und bis dato einzigen ÖSV-Weltcup-Sieg im Sprint.

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In Folge kürte er sich zum österreichischen Sprint-Meister und erreichte noch mehrere Podestplätze im Weltcup. Daneben konnte er auch bei den legendären Klassikern, wie der Mountain Attack und der Patrouille de Glacier, einen Sieg feiern. Aber auch schwere Verletzungen waren Wegbegleiter und so überrascht es nicht, dass er nun per sofort seine lange und erfolgreiche Rennkarriere beendet. Bei den noch ausstehenden Weltcup-Bewerben in Frankreich und der Schweiz wird er nicht mehr an den Start gehen. 

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