Gerüchteküche als zusätzlicher Störfaktor

Sport / 30.03.2026 • 14:56 Uhr
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Er muss es sportlich mit der Mannschaft richten: SWB-Cheftrainer Andreas Heraf.Paulitsch

Schwieriger Start für SW Bregenz in die Endphase der Meisterschaft in der 2. Liga.

Bregenz Sportlich aktuell auf einem Abstiegsplatz, hinzu kommen immer wieder finanzielle Engpässe – es ist wahrlich keine leichte Situation, in der Cheftrainer Andreas Heraf seine Schützlinge auf die acht Spieltage einschwören muss. „Wir haben immer offen kommuniziert, dass wir nicht in Geld schwimmen“, lautet deshalb die vielleicht ein wenig ironisch klingende Antwort von SWB-Präsident Thomas Fricke auf die Frage bezüglich der Gerüchte, wonach einmal mehr Spielergehälter nicht ausbezahlt werden. Doch der Clubchef ist verärgert, zumal man seitens des Vereins stets eine offene Kommunikation mit den Spielern gepflegt habe. Eine Aussage, die auch von Gernot Baumgartner, dem Vorsitzenden der Spielervereinigung (VdF) bestätigt wird. „Wir wissen von den Spielern um die angespannte finanzielle Lage im Verein. Deshalb haben wir mit den Spielern vor Ort gesprochen und sie über rechtliche Möglichkeiten informiert“, so Baumgartner. Man wisse aber auch, dass der Club alle Möglichkeiten ausschöpft, um die Saison sportlich zu beenden.

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„Natürlich werden wir die Saison fertigspielen“, lautet die schon fast ein wenig genervte Antwort aus Bregenz. Es sind die immer wieder hartnäckig auftauchenden Gerüchte rund um den Club, die, so ist Fricke überzeugt, auch sportlich ihre Spuren hinterlassen. „Wir werden auch zu allen Auswärtsspielen mit dem Bus anreisen.“ Eine klare Ansage des Präsidenten, der damit allen Spekulationen, wonach die Mannschaft mit Privatautos reisen muss, einen Riegel vorschiebt.
Dazu gehört auch, dass der Clubvorstand in den letzten Tagen intensiv daran gearbeitet hat, die letzten Details der Lizenzunterlagen zu erfüllen. Ein wichtiger Aspekt war die Unterschrift aller Spieler, wonach die Gehälter auch ausbezahlt wurden. Eine Auflage, die von den Schwarz-Weißen erfüllt wurde. Keine leichte Aufgabe für Fricke und seine Vorstandskollegen, zumal die Saison nicht nur finanziell, ob der Kürzungen durch das Land und die Liga, sondern auch sportlich schwierig sei. Dennoch gilt das Augenmerk der Clubverantwortlichen nicht nur den kommenden Aufgaben, sondern geht vielmehr über die Saison hinaus. Man werde, so Fricke, unabhängig davon, in welcher Liga man spielen werde, den regionalen Weg weiter forcieren.
Was die Lizenzierung betrifft, so geht Fricke davon aus, dass es seitens der Liga keine Probleme hinsichtlich der Zulassung für die 2. Liga gibt, die Unterlagen für die Stadion-Infrastruktur im Ansuchen für die Bundesliga-Lizenz jedoch noch nachzubessern sind. In erster Linie aber gelte es, sportlich wieder in die Spur zu kommen, um den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Man schaue deshalb ganz bewusst nicht in Richtung Regionalliga Ost, wo Horn (5. Platz) und Oberwart (9.) – beide Clubs haben ihr Interesse für die 2. Liga bekundet – aktuell weit von einem Aufstiegsplatz entfernt sind. Und so wird im Gespräch mit Fricke deutlich: In Bregenz hat man all den Problemen den Kampf angesagt und man ist um Zusammenhalt bemüht.