Erste “Ausfahrt” mit Sieg belohnt

Sport / 07.04.2026 • 13:50 Uhr
Autocross
Triplesieger Christian Hartmann (l.) ist der Schreck von Krautscheid, rechts freut sich Marc Schneider über Platz vier. VN

Autocross-Pilot Christian Hartmann feiert in Krautscheid beim dritten Start den dritten Sieg.

Krautscheid-Bezau Findet sich der Name Christian Hartmann auf der Starterliste, dann werden sie in Krautscheid, einer rheinland-pfälzischen Gemeinde nach der Grenze zu Luxemburg, schon hellhörig. So auch am Osterwochenende 2026. Zweimal war der 31-jährige Autocross-Pilot auf dem Kurs schon am Start und zweimal war er beim Lauf zur SWASV-Meisterschaft – Südwestdeutsche Autocross-Vereinigung – als Sieger hervorgegangen.

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“Klar, es ist eine meiner Lieblingsstrecken”, erzählt der Bezauer nach seinem dritten Start, bei dem er sich das Triple sicherte. Dabei war vor dem Rennen vieles neu für das Hartmann-Racing-Team. Über den Winter hindurch wurde geschraubt, zusammengebaut – und getüftelt. Ein Job, den vor allem Papa Hugo Hartmann bestens beherrscht. “Erst eine Woche vor dem Rennen haben wir die ersten Testläufe absolviert”, so Christian Hartmann im Gespräch mit den VN.

Autocross
Gemeinsam mit den erfolgreichen Fahrern freuten sich auch die Teammitglieder. VN

Über Nacht ein fast perfektes Auto

So war die Spannung groß bei den Bregenzerwäldern, als man in der Woche vor dem Saisonstart nach Steinbourg in Frankreich reiste, um das Auto erstmals unter Wettkampfbedingungen zu testen. Da konnten die Grundeinstellungen des Fahrwerks und des Autos unter besten Voraussetzungen getestet werden. “Wir konnten dabei viele Daten sammeln.” Dennoch sollte das erste Rennwochenende zu einem Abenteuer werden. Denn am Ostersonntag, bei den ersten Trainingsläufen, offenbarte das Schaltgetriebe einige Probleme. “Unser Glück war, dass wir noch in den Abendstunden das Auto in eine Werkstatt bringen und somit lösungsorientiert arbeiten konnten.” Am Ende schaffte es die Mechanikercrew rund um Hugo Hartmann, ein “fast perfektes Auto” (Christian Hartmann) bis zum Renntag hervorzuzaubern.

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Der Aufwand sollte sich jedenfalls lohnen, denn einmal mehr beherrschte der Vorarlberger in Krautscheid die Konkurrenz in seiner Klasse – Buggy Allrad bis 1600 ccm. Bereits im Training vermochte er zu überzeugen und so war der Sieg im Vorlauf die Basis für ein perfektes Finale. Auch bei den Reifen traf man für den Endlauf auf einer immer härter und trockener werdenden Strecke die richtige Wahl. Christian Hartmann erwischte einen perfekten Start, setzte sich auf Platz eins und feierte am Ende einen Start-Ziel-Sieg mit einem Vorsprung von über zehn Sekunden.

Konkurrenz aus dem eigenen Stall

Mit Marc Schneider war erstmals ein zweiter Vorarlberger am Start. Der 25-Jährige aus Egg-Großdorf deckte sich über den Winter mit einem Buggy aus Tschechien ein und brachte diesen auf Vordermann. Mit seinem Alfa-Racing-Buggy war er schon bei den Testfahrten der Hartmanns in Steinbourg dabei. Beim Rennen in Krautscheid vermochte Hartmanns Vereinskollge (RSR Motorsport) zu überzeugen und verpasste mit dem vierten Rang nur knapp einen Stockerlplatz.