Altach gibt Sieg bei WSG aus der Hand

Sport / 18.04.2026 • 18:56 Uhr
Altach gibt Sieg bei WSG aus der Hand

2:2 – Rheindörfler reichte eine 2:0-Führung nicht zum Sieg auswärts im Westderby bei der WSG Tirol.

Innsbruck Am 27. Spieltag der Admiral Bundesliga gastierte der SCR Altach bei der WSG Tirol am Innsbrucker Tivoli und verpasste dabei den möglichen Sprung an die Spitze der Qualifikationsgruppe. Nach dem 1:1 der SV Ried am Freitagabend gegen den GAK hätte ein Sieg den Rheindörflern die alleinige Tabellenführung beschert.

Die Ausgangslage sprach durchaus für die Vorarlberger: Während die Tiroler nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen Blau-Weiß Linz unter Druck standen, reiste Altach mit einem 1:0-Erfolg gegen den GAK im Rücken an und musste sich die Favoritenrolle gefallen lassen. Trainer Ognjen Zaric nahm im Vergleich zum Erfolg gegen die Grazer lediglich eine Änderung in der Startelf vor: Ousmane Diawara kehrte nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre zurück, Srdan Hristic nahm vorerst auf der Bank Platz.

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Sandor Ingolitsch erzielte bereits nach zwei Minuten die Führung für die Altacher per Traumtor. gepa

Der Auftakt verlief ganz nach dem Geschmack der Gäste. Bereits in der zweiten Minute setzte sich Mike Bähre auf der linken Seite stark durch, seine Flanke fand Sandro Ingolitsch, der am zweiten Pfosten zur frühen Führung einschob. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Tirol kam zu ersten Möglichkeiten, doch Altach verteidigte aufmerksam – unter anderem rettete Filip Milojevic auf der Linie.

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Auch offensiv blieben die Vorarlberger gefährlich. Bähre prüfte WSG-Torhüter Adam Stejskal aus der Distanz, auf der Gegenseite parierte Dejan Stojanovic stark gegen Moritz Wels. Nach rund einer halben Stunde drängte Altach auf das zweite Tor: Eine sehenswerte Kombination über Ouedraogo, Yann Massombo und Patrick Greil zwang Stejskal zu einer Glanzparade.

Altach gibt Sieg bei WSG aus der Hand
Yann Massombo traf per herrlichen Weitschuss zum zwischenzeitlichen 2:0 für Altach. gepa

Wenig später fiel das längst fällige 2:0. Massombo zog von halbrechts in die Mitte und traf mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte. Die Gäste präsentierten sich in dieser Phase als klar bessere Mannschaft. Dennoch blieb Tirol gefährlich, etwa durch Lukas Hinterseer, der eine große Chance ungenutzt ließ.

Altach hätte noch vor der Pause alles klar machen können, scheiterte jedoch an der Latte durch Greil. Stattdessen gelang den Hausherren kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer: Marco Boras nutzte eine unzureichende Klärung von Diawara und traf zum 1:2.

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Mike Bähre lieferte eine ganz starke erste Halbzeit in Tirol ab, war der Herr im Mittelfeld. gepa

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Altach tonangebend. Bähre und Massombo vergaben gute Möglichkeiten auf das dritte Tor. In der Folge kontrollierten die Rheindörfler das Spiel, während die WSG erst in der Schlussphase mehr Risiko nahm und vor allem bei Standards für Gefahr sorgte. Stojanovic hielt mehrfach stark, unter anderem gegen einen Freistoß von Nikolai Frederiksen und einen Volley von Valentino Müller.

In der Schlussphase überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Tirol drückte mit aller Kraft und wurde kurz vor Schluss belohnt: Hinterseer nutzte eine Unachtsamkeit in der Altacher Defensive und erzielte in der 88. Minute den Ausgleich. Nur wenig später sah Kapitän Lukas Jäger nach einem Handspiel die Gelb-Rote Karte.

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OGnjen Zaric hatte seine Mannschaft perfekt eingestellt, ein Sieg wäre mehr als verdient gewesen.

In den verbleibenden Minuten drängte die WSG sogar noch auf den Sieg, ein weiterer Treffer gelang jedoch nicht mehr. So blieb es beim 2:2-Unentschieden, das sich für die Altacher wie eine Niederlage anfühlte. Trotz einer über weite Strecken starken Leistung und zahlreicher Chancen verpasste die Zaric-Elf den möglichen Sprung an die Tabellenspitze und musste sich mit einem Punkt begnügen.

Ein ernüchterndes Ende eines ansonsten überzeugenden Auftritts in Innsbruck.