Emanuel Zangerle rockt die Tour of the Alps mit doppeltem Triumph

Doppelte Auszeichnung für Lokalmatador: Bergtrikot und aktivster Fahrer.
Innsbruck Die fünftägige Tour of the Alps ist gestartet, prestigeträchtig in Innsbruck. Und Vorarlbergs Profiteam war von Beginn an im Spitzenfeld vertreten. 144 Kilometer mit Start und Ziel in Innsbruck sowie 1750 Höhenmetern waren auf der ersten Etappe zu absolvieren. Und dabei legte das Team Vorarlberg eine unglaublich angriffslustige Fahrweise an den Tag. Als “Underdog” in dem 13 Teams der ersten und zweiten UCI-Kategorie umfassenden Starterfeld in das Rennen gegangen, zeigten die Männer in Gelb gleich vom Start weg Initiative.

Unmittelbar nach dem offiziellen Startschuss attackierte der Tiroler Emanuel Zangerle und löste sich vom Feld. Ihm folgten sein Team-Vorarlberg-Kollege Tobias Nolde (GER) und der österreichische Nationalteamfahrer Johannes Dirnbaumer. Dieses Trio sollte das Renngeschehen bis kurz vor dem Ziel entscheidend prägen. Nolde sicherte sich zwei Punktesprints und positionierte sich damit auf dem starken zweiten Gesamtrang der Sprintwertung. Noch spektakulärer verlief der Tag für Zangerle. Der in Innsbruck wohnhafte Lokalmatador dominierte die Bergwertungen und sicherte sich beide Wertungen. Damit streifte sich der 25-Jährige das begehrte Trikot des besten Bergfahrers der Tour of the Alps über.

Nach der letzten Bergwertung in Götzens wurden Nolde und Dirnbaumer vom Hauptfeld eingeholt und so startete “Emu” Zangerle zu seinem Soloritt. Er lieferte sich ein packendes Duell mit dem gesamten Feld, das ihm zwischenzeitlich bis auf sieben Sekunden nahekam, bevor er seinen Vorsprung erneut auf 25 Sekunden ausbauen konnte. Erst fünf Kilometer vor dem Ziel musste er sich dem heranstürmenden Hauptfeld geschlagen geben.

Das Resultat der ersten Etappe gibt es hier.
Den Etappensieg holte sich der Italiener Tommaso Dati (UKYO) im Sprint vor Tom Pidcock (GBR/Q36,5) und Florian Storck (GER/Tudor Pro Cycling). Die Team-Vorarlberg-Fahrer Colin Stüssi und Philipp Hofbauer kamen zeitgleich mit dem Hauptfeld ins Ziel und verloren damit im Gesamtklassement keine Zeit. “Das Bergtrikot in den eigenen Reihen zu haben, ist ein ordentlicher Motivationsschub für das gesamte Team”, freute sich Teammanager Thomas Kofler.