Maak nach 0:3 in Klagenfurt: „Das ist unerklärlich“

Sport / 24.04.2026 • 22:19 Uhr
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Was war das denn? Auch für die Lustenauer war die Leistung nicht zu erklären. GEPA


Lustenau kassiert in Klagenfurt drei Tore – und macht den Aufstiegskampf selbst noch spannender.

Klagenfurt Vier Endspiele waren es noch, das erste davon ging für Austria Lustenau in Kärnten verloren. Erschreckend war das wie. „Das war heute gar nichts. Wenn man so eine Leistung auf den Platz bringt, hat man es sich gar nicht verdient, dass man da oben steht“, sagte ein sichtlich gezeichneter Matthias Maak. Nach dem Heimdoppel mit zwei 3:0-Siegen habe man sich so viel vorgenommen, umgesetzt wurde nichts davon. „Wir haben alles in der eigenen Hand und spielen drei Spiele vor Schluss so was herunter. Das ist unerklärlich.“ 

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Trainer Markus Mader sprach nach der 0:3-Niederlage vom erwartet schweren Spiel. „Alle sprechen immer vom Pflichtsieg. Für uns sind das schwierige Gegner, die stehen kompakt, wir kreieren keine Chancen, haben die drei Tore auch noch ganz schlecht verteidigt – dann kommt so ein Ergebnis heraus. Es ist sehr enttäuschend“, sagte er.

Eine Sache der Einstellung? 

Der Zirkus war in der Stadt, Zuschauer des Spiels bekamen Rabatte für Darbietungen, eine Akrobatin trat in der Halbzeit auf. Auch die Klagenfurter Austria – Fixabsteiger aus Geldmangel – sorgte für Action. Neben dem Feld durch Hauptsponsor und Bald-Präsident Helmut Kaltenegger, der sich für seine Reality-Show inszenierte, auf dem Rasen durch cleveres Fußballspielen. Vor gerade einmal 535 Zusehern war man eiskalt, schlüpfte in die Rolle des Zirkusdirektors – in der Manege Wörthersee Stadion blieb Lustenau nur die Rolle des traurigen Clowns. Schon nach 22 Minuten ging Klagenfurt in Führung, Dino Delic wurde nur passiv verteidigt, er traf zum 1:0 ins lange Eck. Nach einem Standard schoss Florian Jaritz in Minute 42 den zweiten Klagenfurter Treffer ebenfalls ins lange Eck. 

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Voller Fokus: Klagenfurt war von Beginn an da – Lustenau nicht. GEPA

„Wir wollten von der ersten Minute an mit und gegen den Ball aggressiv und intensiv arbeiten. Wenn man sich die Tore anschaut, dann ist das schwach verteidigt“, sagte Mader. Klagenfurt habe es gut gemacht, aber „spielentscheidend war unsere Attitude am Platz.“ Unterstellen wolle er niemandem etwas. Aber: „Ich glaube schon, dass da ein bisschen Unterschätzung dabei war.“

Es kann und muss besser werden 

Mader hatte schon vor der Pause Haris Ismailcebioglu eingewechselt, reagierte zur Halbzeit mit einem weiteren Doppelwechsel. Es brachte alles nichts. Einen Lupfer über die Abwehr verwertete Bartol Barisic aus kurzer Distanz zum 3:0 (60.), spätestens damit war die Partie entschieden. Eigentlich war sie das schon zuvor, weil nach vorne die Ideen fehlten. Wenn Lustenau mal durchbrechen konnte, scheiterten die Grün-Weißen an sich selbst – wie Lenn Jastremski, der nach einem Solo-Lauf am Fünfer verstolperte und später aus kurzer Distanz daneben köpfelte (67.). Ismailcebioglu traf zudem aus Abseitsposition. Die Draufgabe an einem gebrauchten Abend war Rot wegen Torraubs für Fabian Gmeiner (77.).

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Mehr als ein blaues Auge? Im Kampf um den Aufstieg wird es jetzt noch enger. GEPA

„Druck machen wir uns nur selber, wir wollen den Aufstieg schaffen. Aber mit der Leistung, da muss man ehrlich sein, wird das wahrscheinlich nichts werden“, brachte es Maak auf den Punkt. Mader sagte: „Die Meisterschaft ist noch nicht verloren, wir sind voll dabei. Aber wir müssen uns steigern.“ Durch das torlose Remis im direkten Duell im 20:30-Uhr-Spiel stehen die beiden Verfolger St. Pölten und FAC Wien nur noch einen bzw. zwei Punkte hinter der Austria. Drei Endspiele bleiben ihr.